Sommer

Es ist Sommer  Die Menschen strömen bei den heißen Temperaturen mal in den Schatten, mal in den Abkühlung versprechenden See. Wir laben die aufgeheizten Körper in den kühlen Fluten, unabhängig davon, ob sie salzig sind, Wellen  bringen oder süßwassergleich den Himmel spiegeln. Es ist Sommer und damit jene Jahreszeit, die uns dazu bringt oder zwingt, […]

All inclusive ….

image

Back home…nach 14 Tagen „all inclusive“ – all inclusive fünf Koffern, der Dreckwäsche darin,  dem Gefühl, dass der Urlaub wieder einmal viel zu schnell vorüber war und 2,x Kilos mehr auf der Waage.

Nachdem heute Morgen beim Zähneputzen die tropfende Zahnpasta nicht im Waschbecken sondern auf dem sich vorwölbenden Bauch hängen blieb, bestätigte die Waage nur das, was die plötzlich figurbetonende Kleidung im Urlaub bereits erahnen ließ. .. 😆
Doch da hilft jetzt auch kein Jammern mehr, immerhin gab es Buffet und keine Mast und es waren meine eigenen Füße in den sommerlichen Sandalen, die mich dorthin trugen. Meist an das Nachtischbuffet,  gern auch schon einmal zur Vorspeise …

Zwischendurch führte die Zusichnahme von Softdrinks aller Art dazu, dass ich begann mir darüber Gedanken zu machen, wer eigentlich noch Energiedrinks braucht. Immerhin strotzte mein Körper nach der sechsten Fanta vor lauter Zucker vor Energie und der Erdkern schien beim Buddeln am Strand nur noch ein paar Handlängen entfernt zu sein …

Hiermit melde ich mich also aus den Urlaubstagen zurück, die ebenso erholsam wie schreibtechnisch unproduktiv waren. Tagelang habe ich mich in den Morgenstunden lange vor dem Ruf von der Moschee in meinen eigenen Worten verrannt und in der Geschichte erst einen Sinn und dann vergeblich ein Ende gesucht 😇😈, ehe die Blätter in den Koffer heimwärts wanderten.

Jetzt genieße ich „back home“ den vierten wohlschmeckenden Kaffee heute morgen auf der Terrasse im tristen und regnerischen Grau und fühle fast wie die Urlaubsbräune bei diesen fehlenden Sonnenstrahlen abbröckelt.
„Dunkel macht schlank“, erinnere ich mich an die Aussage, wenn die Menschen gern schwarz tragen…und da kommt sie, die Gewissheit, dass der Zahnpastafleck auf dem Shirt bald immer mehr auffallen wird ;)😂
Doch heute Morgen mit der Urlaubsmusik im Ohr und den Bildern von den Schaumparties auf dem Steg über dem Meer vor Augen, trügt nichts diese Frische – so muss Erholung sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wenig Sonne im Gemüt und Herzen bis sie tatsächlich einmal wieder am Himmel herauskommt.
Fühlt euch herzlich gegrüßt, eure Nadin

ovtechnisch  Urlaub zurück mit

Urlaub…

image

Ich wuensche euch allen eine wunderbare Zeit und melde mich nach meinem Urlaub mit neuen Beiträgen zurück.
Und denkt daran:“ nicht nur ueber den Wolken… Muss die Welt einfach grenzenlos sein“ 🎤

Alles Liebe,  eure Nadin

Zwischen den Jahren …

image

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende.

Die Ranzen sind nach dem üppigen Festmahl vollgeschlagen und der Schein in den Augen nach den besinnlichen Stunden an den Festtagen hält noch ein paar Stunden an.

Manch einer von uns genießt die Urlaubstage bei dem frühlingshaften Wetter , andere müssen oder wollen gar arbeiten.
So unterschiedlich wir diese letzten Tage des Jahres auch begehen, ist ihnen allen doch eines gemeinsam : es sind die letzten Tage eines fast vergangenen Jahres 2015.

Manch einer mag auf die Vorsätze blicken, die er in der letzten Jahreswechselnacht unter dem Leuchten der Raketen beschlossen hat und ein Resume starten; beurteilen, wo er mit ihnen heute steht.
All jene, die grundsätzlich keine Vorsätze fassen, ertappen sich dennoch in diesen letzten Tagen bei ihrem ganz eigenen Jahresrückblick.
Die Höhen und Tiefen der vergangenen 12 Monate, die zurückblickend wie im Flug vergangen sind. 
Mit zunehmendem Alter stellen wir fest, dass die Jahre von Jahr zu Jahr schneller fliegen und ertappen uns bei dem Gedanken, dass wir doch gerade erst über 2014 nachgedacht haben…

Gestern abend zum Einschlafen habe ich einen Podcast gehört, in dem es um den Begriff der „Zeit“ und ihre Flüchtigkeit ging.
Und „Ja, ich gebe es zu“ : Ich bin bei der Übertragung aus einem Hörsaal eingeschlafen.
Das ist aber kein Grund zur Traurigkeit, immerhin ist dies doch die allabendliche Absicht, wenn ich mit dem Stöpsel im Ohr im Bett einem Podcast lausche…

Aber zurück zur Antike, ein bisschen was ist vor dem Einschlafen doch hängengeblieben: die Antike, die Zeit und der Moment.
Und „Kairos“, der in diesem Dreigestirn natürlich auf keinen Fall fehlen darf.
Kairos, der Gott der günstigen Gelegengeit, also des richtigen Moments, das Pendant zu Chronos,  dem Gott der Zeit.

Dargestellt wird der Jüngling mit Flügeln an den Füßen,  um uns zu zeigen, wie flüchtig so ein Augenblick ist.
Sein Kopf ist kahl im Nacken während ein voller Haarschopf die Stirn bedeckt.
Wer von uns kennt ihn nicht, diesen Ausspruch : „Die Gelegenheit beim Schopfe packen“…und wie oft haben wir versucht ihn zu greifen und statt der Locke die kahle Stelle am Kopf erwischt, die unbarmherzig vor der Vergänglichkeit eines Augenblicks warnt …

Am Ende eines Jahres mögen wir uns daher häufig über Vergangenes Gedanken machen.
Ist es doch wahrlich so, dass sich meistens erst in der Reflektion über Vergangenes zeigt, ob wir in der einen oder anderen Situation den richtigen Moment erwischt haben oder DEN Augenblick tatenlos vorbeiziehen ließen.
Dann kommt er vielleicht dieser „wenn -dann-hätte….“ Gedanke, der ebenso nervenaufreibend wie unnötig und müßig ist.
Lernen wir doch von kleinauf zu verstehen, dass kein Mensch die Uhr je zurückdrehen kann…auch wenn es der eine oder andere hin und wieder versucht.
Selbst Kairos warnte in einem Gedicht von Poseidippos : “ Wenn ich einmal weggeflogen bin, wird mich keiner von Hinten ergreifen, so sehr er sich auch bemüht!“

Ich selbst Blicke auf ein aufregendes Jahr 2015 zurück, in dem Kairos mir und meiner Familie wohlgesonnen erschien. Ich möchte mich bei euch allen bedanken, die mir halfen, den einen oder anderen Augenblick rechtzeitig zu sehen.

Ich wünsche uns und euch allen von Herzen für 2016 die notwendige innere Ruhe und Aufmerksamkeit, um den richtigen Moment, den günstigen Augenblick zu sehen und das kleine Quentchen Glück, das es manchmal braucht, um ihn auch wirklich zu ergreifen.

Alles Liebe und Gute für das Jahr 2016, Eure Nadin

Back home …

20150824_073929Back home… nach wundervollen Urlaubstagen in Südfrankreich. Neben der Erholung kam auch das Schreiben nicht zu kurz. Ich war fleißig, habe die ersten 180 Seiten des neuen Projektes Korrekturgelesen und mehrere zehntausend neue Worte geschrieben.

Das entstandene Naturschutzgebiet des Gartens ist wieder einer Wohflühloase gewichen und die letzten Taschen werden heute noch ausgepackt.

Zuhause erwartete mich die Kurzgeschichte für die Anthologie per Mail aus dem Lektorat. Johanna Nagl, hat wundervolle Arbeit geleistet und ich danke dir sehr dafür. Bin ich doch nach der Korrektur heute Morgen damit wieder einen großen Schritt weiter.

Die Veröffentlichung der Anthologie des Autorennetzwerkes ist für Ende des Jahres geplant und der Erlös geht nach der Abstimmung an den Verein „BrotundBücher“. Ichh freue mich sehr dabei sein zu dürfen und wünsche euch allen Kreativen heute einen wundervollen Tag!

Liebe Grüße, eure Nadin

Bienvenue en france… leben wie Gott in Frankreich.😎

https://www.facebook.com/bookwannabe?fref=ts

image

image

Mein Arbeitsplatz an diesem Wochenende. Kinderlos „en france“. Die Sonne scheint…der Kaffee schmeckt viel besser als er aussieht…die Aussicht ist wohl nicht mit „Meerblick“ zu vergleichen, aber ein unerschöpflicher  Pool an Eindrücken und Ideen für uns Schreiberlinge ;)😂

image

„Bon chance“ bei all euren Vorhaben an diesem Wochenende.
Aurevoir et a bientot… bis bald eure Nadin

Die Schafskälte oder diese metereologische Singularität

Es regnet. Seit  drei Tagen von Sommer keine Spur. Eine handfeste Herbstdepression mitten im Sommer vermeidend, google ich an diesem Morgen des Wetterphänomen der letzten Tage.

Die Tage, in denen die graue dicke Strickjacke zum liebgewonnen Dauerbegleiter wird, die halbhohen Sneakers die neu erworbenen Flipflops verdrängen und die kurzen Hosen ganz nach hinten in den Schrank wandern. Die Kinder morgens mit großen Augen fragend schauen, wenn ich sie, zwei Tage nach dem letzten Freibadbesuch, mahnend an ihre Jacke erinnere.

„Es ist doch Sommer!“ – „Nein, es ist die Schafskälte!“

„Was is´n das?“ – „Das Wetter da draußen!“

„Und wann hört das auf ?“ – „Wenn die metereologische Singularität überstanden ist!“

Noch größere Augen und in mir die Hoffnung, dass damit ein weiteres Nachfragen ausbleibt. Irrtum. Ein weiteres „Was is´n das?!“. Ich friere, mehr von innen  nach außen.

Laut Wikipedia ist sie ein Wetterphänomen das zwischen dem 4. und 20. Juni oft in Mitteleuropa für einen Kälteeinbruch sorgt. Durch kühle, feuchte Luft aus Nordwest kommend, die Temperatur um 5 bis 10 Grad Celcius sinkt. Der bezeichnende Name kommt nicht von der dicken Strickjacke, die ich nun weiter frierend, enger um den Körper ziehe. Die meisten Schafe sind zu diesem Zeitpunkt schon geschoren und dieser Kälteeinbruch kann damit wahrlich bedrohlich für sie werden. Daher werden Lämmer und Mutterschafte meist erst nach Mitte Juni geschoren. Nur die alten Böcke müssen in diesen Tagen erbarmungslos frieren.

Genau wie ich, als ich nun barfuß, das Kind verabschiedend, in einer kleinen Lache Regenwasser der Nacht vor der Tür stehe.

„Und das heißt wie?“ – „Schafskälte.“

„Nein, das andere Wort: metereologisches Subjekt?!“ – „Singularität!“

Ich schaue den 12 Jährigen, gefasst auf weitere Nachfragen an.

„Und was ist das?!“ – „Dein Bus kommt, ich erklär´s dir später!“ Ein Kuß, ein liebevolles Lächeln. Ungeachtet der noch verbleibenden Minuten schiebe ich den müden, frierenden Jungen Zeit schindend Richtung Gartentor. In Gedanken schon den Ausdruck googelnd.

Gesagt, getan. Zugegeben, erst nach einem hoffnungsvollen Klick auf die Wetterapp. Nun hoffnungsvoller: ab Mittwoch sollen die Temperaturen wieder steigen.

Ich ziehe unter dem Terrassendach die Wollsocken ein bißchen höher. Mein dem „europäischen Sommermonsum“ angepasster müder Blick fällt auf das verwaiste Planschbecken im Garten. Die Vögel fliegen aufgeregt um das bunte Vogelhaus daneben. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ihnen ein paar Körner hineinzulegen. Schüttele dann aber selbst den Kopf. Es ist nicht Winter, auch wenn es sich so anfühlt, nur die Schafskälte, diese metereologische Singularität.

Dass es etwas „Besonderes“ sein muß, habe ich mit den beschränkten Mitteln der Namensableitung auf den Wortursprung schon geahnt. Da das Nachschlagen heute online so viel einfacher ist, als das Wühlen in den schweren, mit Goldschnitt verzierten Brockhausbänden und den ellenlosen Querverweisen, wird dem 21. Jahrhundert entsprechend angemessen gegoogelt.

„singularis“ aus dem lateinischen: „einzigartig“.

Mit dem Blick in den grauen Himmel knüpfen sich in meinem Kopf neue Synapsen. Bisher hatte ich „einzigartig“ mit etwas „beeindruckendem“, „positiven“ in Verbindung gebracht. Diese neue Erkenntnis bezogen auf den grauen, tristen fast melancholisch machenden Himmel Mitte Juni belehrt mich nun eines Besseren. Wieder was gelernt heute Morgen. 😉

Metereologisch gesehen, bezeichnet „Singularität“ eigenartige Witterungsregelfälle (das bezeichnet es beim Bemerken meiner fast eingefrorenen Finger an der Tastatur treffender) die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. So wie auch z.B. die Eisheiligen, die Hundstage, der Altweibersommer oder der Martini-Sommer.

Letzterer spricht mich, frierend, nach einem Tuch für den kalten Hals suchend, spontan an.  Das Bild aus den alten Kinowerbungen kommt mir in den Sinn. Halbnackte, braungebrannte und schöne Menschen, gutgelaunt und entspannt am Strand einer einsamen Insel. Die Sonne scheint, unbedeckt am wolkenlosen, blauen Himmel und spiegelt sich in den vielen Blautönen des Meeres. Die Männer und Frauen vergnügen sich lachend am Strand und in den, zur Entspannung aufgehängten, weißenHängematten. Sorglos, ein Eis in der Hand, den Strohhut tief im Gesicht, die scheinbar stillstehende Zeit an diesem Strand in diesem Sommer genießend.

„What a feeling….summer dreaming….when you´re with me…“ Die eingängige Melodie spielt endlos in meinem Ohr. Das Lied summt noch in meinem Kopf bevor sich das Ende des Kurzfilms vor meinem geistigen Auge in dem alten Bacardi-Werbespot findet.

Ich will heute keine Erbsenzählerin sein und lasse gern den Bacardi-Martini-Sommer eins sein. Vermittet es mir doch hier in diesem Grau die Aussicht auf Sommer. Vorfreude auf die wiederkommenden Tage im Garten, am See. Die Leichtigkeit des Sommers genießend, mit Freunden entspannt in der Sonne, eine kühlende Erfrischung in der Hand…

Ein ernüchternder Blick in die Wikipedia-Annalen: Der Martini-Sommer, diese metereologische Singularität, kommt in der Regel gegen Ende der ersten November-Dekade!