On the air…

Erinnerung: Nicht vergessen, heute Abend 🙂 Lyriknacht von Autoren_Netzwerk und Radioplanet Berlin – Autoren Lesen ihre Gedichte Mit dabei: Doreen Malinka, Ellen Wolff, Andrea Riemer Susi Menzel, Walter Zeis, Jens Müller, Paul G. Recke, Helga Götze, Ragnar Guba, Antje Schmidt, Nadin Brunkau, Skye Silva, Chrissy Kromp, Louise Bourbon, Ralf Maul Wer sich das anhören möchte […]

Buch- und Vorstellung im AutorenLike auf fb Teil 2:

Buchvorstellung Teil 2: 

,,Das Leben leben – in all seinen Farben“ von Brunkau Nadin

Vom Leben schreiben

…das  ist so ein Titel, der geradezu dazu einlädt, ein Fortsetzungsband zu werden.

Wie könnte ich sonst in dem schmalen Buch all den Facetten des Lebens auch nur annähernd gerecht werden?
Entstanden ist die Idee, der Gedanke, so trivial das auch erscheint, nach den vielen Rückmeldungen auf meinen Blog.
Da wechseln sich öffentliche Kommentare mit persönlichen Nachrichten ab, von Menschen, die die Worte meiner Beiträge nicht nur gelesen haben, sondern fühlten.

Dieses Buch ist kein „Lebensratgeber“ im klassischen Sinne.
Vielmehr sind es Gedanken, Geschichten und Gedichte zu diesen einzigartigen Momenten, die das Leben selber schreibt: manchmal schwer zu ertragen, ein anderes Mal glücklich machend. Hin und wieder lassen sie uns zweifeln, fast verzweifeln, nur um uns dann ein anderes Mal, zu Könige im Königreich unseres eigenen Lebens zu machen.

Was gibt es noch persönlich zu mir zu sagen? Ich bin mit 15 Jahren von einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt nach Heidelberg umgezogen, wobei dieser Umzug von der einen Staatsform in die andere eher einer „Umsiedlung“ gleichkam. Ich habe das Abitur gemacht und anschließend eine Aus- und Weiterbildung zur Bankfachwirtin.
Wie schon vielfach besungen, habe auch ich „mein Herz in Heidelberg verloren“. Ich lebe seit 1995 mit dem gleichen Mann zusammen und wir haben mittlerweile drei wilde Kerle und eine Hundedame. Zurzeit bin ich hauptberuflich Familienmanagerin mit einem Hang zum Schreiben.
Gern in einer Art, von der andere sagen, sie sei „Nadin“ mit einem Wiedererkennungswert, einem Hang zum episch lyrischen und mit Schachtelsätzen, die ich regelmäßig versuche in den Korrekturen einzudämmen. 😉 Ich mag es, wie das Schreiben meine Sinne wieder schärft. Wie wir als Schreiberlinge uns selbst, unsere Umgebung und das Leben wieder bewusster wahrnehmen und ich freue mich jedes Mal, wenn ich meine Leser auf diese Reisen mit Worten mitnehmen kann. Sie abtauchen und die Worte Bilder malen, die sie dann vor sich sehen, während sie dem Alltag entfliehen.
Zur Zeit arbeite ich an zwei Romanen. Der eine ist in der zweiten Korrekturphase, während der zweite Neue stetig wächst.

Introducing….

„Manchmal
Möchte man die Welt umarmen,
Gleich nach dem Gefühl, sie wegstoßen zu wollen.

Manchmal
Lacht man herzhaft laut auf,
Während die Tränen still über die Wangen laufen.

Manchmal
Erfüllt das eine unser Herz,
Was es im nächsten Moment in tausend Stücke reißt.

Manchmal
Schweigen wir bei den fehlenden Worten,
Während wir sie laut wortlos schreien.

Manchmal
Fühlt sich eine Umarmung so gut an,
Bevor das Gefühl von ihr erstickt zu werden, übernimmt.

Manchmal
Bleibt die Welt plötzlich stehen,
Während sie sich zeitgleich viel zu schnell dreht.

Manchmal
fühlen wir das Eine so verschieden,
Das eine kleine Wort, das so viele Gesichter hat. “

(Copr. Nane Neufeld / 1.2016)

Eine befreundete Autorin hat ihre neue Seite auf Facebook eingerichtet und mit einem wie ich finde, ganz wunderbaren Gedicht gestartet.
Ich freue mich, es mit euch teilen zu dürfen.
ALLES LIEBE 🙂

Die Schneeflocke

Eine Schneeflocke, Rein, Weiß, Unberührt. Sinkt zu Boden, Schwebt, Tanzt, Zu ihrer eigenen Melodie. Mal will sie Nach rechts, Mal nach links, Dann doch wieder höher. Beobachten Wir ihren Flug, Diesen Tanz Der Freiheit. Einzigartig In Form, Farbe Und Gestalt. Scheint sie sich Auf dem Boden Ununterscheidbar Zu vereinen. Wenn sie Als wärmende Decke Geborgenheit […]

Zwischen den Jahren …

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Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende.

Die Ranzen sind nach dem üppigen Festmahl vollgeschlagen und der Schein in den Augen nach den besinnlichen Stunden an den Festtagen hält noch ein paar Stunden an.

Manch einer von uns genießt die Urlaubstage bei dem frühlingshaften Wetter , andere müssen oder wollen gar arbeiten.
So unterschiedlich wir diese letzten Tage des Jahres auch begehen, ist ihnen allen doch eines gemeinsam : es sind die letzten Tage eines fast vergangenen Jahres 2015.

Manch einer mag auf die Vorsätze blicken, die er in der letzten Jahreswechselnacht unter dem Leuchten der Raketen beschlossen hat und ein Resume starten; beurteilen, wo er mit ihnen heute steht.
All jene, die grundsätzlich keine Vorsätze fassen, ertappen sich dennoch in diesen letzten Tagen bei ihrem ganz eigenen Jahresrückblick.
Die Höhen und Tiefen der vergangenen 12 Monate, die zurückblickend wie im Flug vergangen sind. 
Mit zunehmendem Alter stellen wir fest, dass die Jahre von Jahr zu Jahr schneller fliegen und ertappen uns bei dem Gedanken, dass wir doch gerade erst über 2014 nachgedacht haben…

Gestern abend zum Einschlafen habe ich einen Podcast gehört, in dem es um den Begriff der „Zeit“ und ihre Flüchtigkeit ging.
Und „Ja, ich gebe es zu“ : Ich bin bei der Übertragung aus einem Hörsaal eingeschlafen.
Das ist aber kein Grund zur Traurigkeit, immerhin ist dies doch die allabendliche Absicht, wenn ich mit dem Stöpsel im Ohr im Bett einem Podcast lausche…

Aber zurück zur Antike, ein bisschen was ist vor dem Einschlafen doch hängengeblieben: die Antike, die Zeit und der Moment.
Und „Kairos“, der in diesem Dreigestirn natürlich auf keinen Fall fehlen darf.
Kairos, der Gott der günstigen Gelegengeit, also des richtigen Moments, das Pendant zu Chronos,  dem Gott der Zeit.

Dargestellt wird der Jüngling mit Flügeln an den Füßen,  um uns zu zeigen, wie flüchtig so ein Augenblick ist.
Sein Kopf ist kahl im Nacken während ein voller Haarschopf die Stirn bedeckt.
Wer von uns kennt ihn nicht, diesen Ausspruch : „Die Gelegenheit beim Schopfe packen“…und wie oft haben wir versucht ihn zu greifen und statt der Locke die kahle Stelle am Kopf erwischt, die unbarmherzig vor der Vergänglichkeit eines Augenblicks warnt …

Am Ende eines Jahres mögen wir uns daher häufig über Vergangenes Gedanken machen.
Ist es doch wahrlich so, dass sich meistens erst in der Reflektion über Vergangenes zeigt, ob wir in der einen oder anderen Situation den richtigen Moment erwischt haben oder DEN Augenblick tatenlos vorbeiziehen ließen.
Dann kommt er vielleicht dieser „wenn -dann-hätte….“ Gedanke, der ebenso nervenaufreibend wie unnötig und müßig ist.
Lernen wir doch von kleinauf zu verstehen, dass kein Mensch die Uhr je zurückdrehen kann…auch wenn es der eine oder andere hin und wieder versucht.
Selbst Kairos warnte in einem Gedicht von Poseidippos : “ Wenn ich einmal weggeflogen bin, wird mich keiner von Hinten ergreifen, so sehr er sich auch bemüht!“

Ich selbst Blicke auf ein aufregendes Jahr 2015 zurück, in dem Kairos mir und meiner Familie wohlgesonnen erschien. Ich möchte mich bei euch allen bedanken, die mir halfen, den einen oder anderen Augenblick rechtzeitig zu sehen.

Ich wünsche uns und euch allen von Herzen für 2016 die notwendige innere Ruhe und Aufmerksamkeit, um den richtigen Moment, den günstigen Augenblick zu sehen und das kleine Quentchen Glück, das es manchmal braucht, um ihn auch wirklich zu ergreifen.

Alles Liebe und Gute für das Jahr 2016, Eure Nadin

Der Baum

Die Blätter des Baumes
Unzählige bald tausende,
Säumen majestätisch die Krone
Und verharren in der Windstille.

Sie schmücken die Äste,
Beschützen die Frucht,
Die unter dem dunklen Grün
Geborgen heranwächst.

Beschatten sie,
Wenn die Sonne unnachgiebig brennt,
Verbergen sie sicher vor den  hungrigen Augen der Fressfeinde.

Machen der Frucht geduldig Platz,
Wenn sie wächst und immer größer wird.
Fangen sie auf mit ihrem Laub,
Wenn sie ihm Herbst zu Boden fällt.

Die Blätter, die wir sammeln,
Wenn sie in den warmen Farben von
Gelb bis rot zum Boden gleiten,
Liegenbleiben und uns einladen
Das beruhigende Rascheln unter unseren Sohlen zu fühlen.

Die Blätter, die wir sammeln,
Staunen wie verschieden sie sind.
Manche größer, andere kleiner
In den Farben variierend.

So unterschiedlich wie die Blätter
Von dem ein und selben Baum sind
So verschieden sind die Menschen dieser Welt,
Stammen sie doch von ein und dem gleichen Stamm,
Und wurden von der gleichen Wurzel stetig genährt.