Stadt der Bücher 

Es sind Fahnen, Poster, Banner die nach dem Eintreten in die Messe Frankfurt den langen Weg durch die Gänge und über Rollbänder schmücken. Es sind Bestsellerautoren, die von den überdimensionalen Postern lächeln. Mit ihren neuen Buchtiteln, von denen wir uns fragen, wie sie es schaffen, ein Highlight nach dem anderen in der kurzen Zeit zu schreiben. Darunter der Hinweis auf den Termin der Signierstunde, und während ich bewegungslos auf dem Rollband unter ihnen vorbeigleite, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Schlange der Leser die am Autogrammtag auf sie warten. 

Als ich endlich die Halle 3.0, Ziel Selfpublisher Area, erreiche, ruft aus Vernunft das stille Örtchen vor Schichtbeginn. Beidseitige Zugänge zu dieser „Hall of Pipi“ und die langen Schlangen der tippelnden Frauen lassen mir genügend Zeit mich auch hier umzuschauen. Bastei Lübbe hat die Werbeflächen in diesem Separe erworben. Drei neue Buchtitel machen während des Wartens Lust auf mehr und dann keimt er auf, der Wunschgedanke, einmal eines meiner Cover auf einem solchen Banner zu sehen. Er verdrängt den Gedanken daran, wie verpönt es früher war, seinen Namen auf irgendeiner öffentlichen Toilette zu finden. Hier auf der FbM 2016 gäbe es neben mir noch mehr als 1000 Freiwillige für diese Fläche.

Anschließend betrete ich die Halle 3.0. Auf der  Suche nach unserem eigenen Stand der Herzblutwelten, schweifen meine Augen unruhig zwischen den Ständen , Buchcovern, Titeln und Worten hin und her. Es ist faszinierend, eine eigene Welt. 

Hat man manchmal das Gefühl zuhause an seinem Schreibtisch über den eigenen Projekten quasi in einem schalldichten Keller zu sitzen, so tritt man hier quasi das erste mal hinaus und auf die Straße . Hinaus in die Metropole, in der das Leben pulsiert .  In der Wolkenkratzer aus Buchregalen, bestückt mit den Bestsellern und Neuerscheinungen dieses Jahres fast bis an den Hallenhimmel  reichen. Den Kopf in den Nacken gelegt gleitet mein Blick an dieser Bücherfassade empor, während der Mund vor Staunen offensteht. Ich stehe mitten auf der Straße dieser Bücherstadt, mittendrin in dem Rush Hour Verkehr aus Autoren, Verlegern , Vertrieblern, Lektoren, Bloggern, Lesern  und Co., die an mir vorbeirauschen, ein jeder von ihnen mit einem eigenen Ziel.  Stand an Stand reiht sich Haus an Haus in dieser Metropole des Buches in der ich einen Moment fast orientierungslos, unschlüssig stehe.  Anschließend folge ich der grünen Welle, dem Strom der anderen,  von Gang zu Gang, nicht ohne von dieser ambivalenten Faszination ergriffen zu sein: Sie schwankt zwischen Bewunderung, Motivation und dem Gefühl so unscheinbar zu sein.  Dem Wunsch, es eines Tages auch einmal auf so einen Wolkenkratzer zu schaffen , folgt die bange Frage :“ Wie soll mein Buch unter all den Massen an Neuerscheinungen je auffallen?“

Es sind diese Eindrücke , unzählige so schwankend wie wertvoll,  so emotional, die neben den fachlichen und sachlichen Informationen meinen Besuch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zu etwas ganz Besonderem machen. 

Es ist mein Ausflug raus aus dem Keller in die Welt der Literatur. Hinaus aus der einsamen Schreibzelle, die ich ganz selten mit jemandem teile und hinein in die Welt in der Menschen von und mit Büchern leben, direkt an den Punkt an dem die Literatur selbst lebt! 

Ich freue mich über jeden den ich dort getroffen habe und wünsche euch nur das Allerbeste!

Eure Nadin 

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Zurück von der fbm 2016

Ich schaue immer noch aus dem Fenster bei all den Eindrücken ;)😂

Ich freue mich, viele von euch dort persönlich getroffen zu haben!

Weitere Infos kommen in den nächsten Tagen .  Seid lieb gegrüßt , eure Nadin 

An Authors Life …

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Der Timer auf dem Handy ist gestellt. Die rückwärtszählenden Sekunden scheinen lautlos laut zu ticken. 20 Minuten Schreibzeit liegen vor mir in denen ich es hoffentlich schaffe, meinen Montagsblog für euch zu schreiben.
Nachdem meine morgendliche Schreibzeit im wahrsten Sinne des Wortes einem Brotjob in einer Bäckerei gewichen ist, bin ich noch auf der Suche nach dem passenden Schreibzeitfenster.

Eure Rückmeldungen auf meinen letzten Blog haben mich sehr gefreut. Ich hatte nicht zu wagen gehofft, dass euch meine Abwesenheit so sehr aufgefallen  ist. Vielen Dank für all eure lieben Worte.

Lasst mich euch heute einen Abriss geben über das, was in diesem Jahr noch geplant ist, gerade läuft oder geduldig auf dem stetig wachsenden Stapel auf dem Schreibtisch wartet.
Ein Romanmanuskript ist in der Korrekturphase und, mental zumindest, arbeite ich parallel an dem Exposé. Ich warte noch auf die Rückmeldung zweier Testleser um evtl. letzte Änderungen umzusetzen. Dieses Manuskript wird noch einmal seinen Weg durch die Verlagshäuser nehmen und nicht per se als Spler veröffentlicht.
Ein weiteres Projekt, der „Simon“, eine Adaption zu H. Hesses „Unterm Rad“ wartet auf die Rückmeldung der ersten Testleser und um ehrlich zu sein noch auf ein paar Füllkapitel sowie auf ein adequates Ende, da ich mit dem vorläufigen noch nicht ganz zufrieden bin.
Die angefangene Dystopie liegt im lila Schnellhefter mittlerweile ziemlich weit unten in dem Stapel.  Sie war eine Ablenkung, ein Ausgleich zu der trockenen Kotrekturarbeit  und der Versuch in einen Mainstream einzusteigen, von dem ich heute noch nicht sagen kann, ob er glückt.

Was gibt es noch?
Die Anfrage für zwei Lesungen die zwangsläufig mal wieder ein passendes Buch voraussetzen. Ein Deja-vus, ich fühle mich erinnert an den Herbst des vergangenen Jahres in dem kurzer Hand  „zauberhaft und weihnachtsweise“ entstanden ist. Also gesellen sich zu den vorgenannten Projekten noch lose oder getackerte Blätter mit Kurzgeschichten hinzu, die mehr oder weniger erfolgreich in der knappen freien Zeit entstehen. Ein Potpouri aus verschiedenen Genres, ohne Einschränkungen soll es werden, so dass sich dieses Kleinod optimal für Lesungen unter dem Jahr eignet.  Das hohe Ziel es bis zum 30.5. korrektur- und lektoratsreif hinzubekommen scheint augenblicklich fast vermessen, doch ich rette mich in die Zeit des kommenden Pfingsturlaubs.

Was gibt es noch?
Eine Anthologie des Autoren Netzwerkes „Sommer und mehr“ : Meine Kurzgeschichte ist fertig, lektoriert und fristgerecht abgegeben.
Eine weitere Anthologie der „Herzblut Welten “ steht an. Ich freue mich darauf und werde eine Geschichte beisteuern.

Im Juni nehme ich am Literaturcamp in Heidelberg teil und im Oktober werde ich auf dem Stand der Herzblut Welten auf der Frankfurter Buchmesse mit meinen Büchern vertreten sein. Die Organisation wird auch Zeit in Anspruch nehmen, doch ich freue mich wahnsinnig darauf. Bin ich doch gespannt auf diesen ersten Messeauftritt und freue mich darauf, den einen oder anderen von euch dort endlich einmal persönlich zu treffen.

Wenn ich meine eigenen Projekte so aufgelistet sehe, bin ich fast sicher, dass jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, endlich Prioritäten zu setzen.  ;)😂
Immerhin bin ich kein Vollzeitschreiber, sondern auch noch Mutter, Hausfrau und Basis-Kraft.
So werde ich euch auf dem laufenden halten, welche Pferde in diesem Rennen gerade vorne sind. Wer strauchelt, sich wieder fängt, welcher Favorit vielleicht plötzlich mit dem vermeintlichen Außenseiter kämpft….

Ich wünsche euch für all eure Projekte viel Erfolg,  die nötige Zeit und die richtige Eingebung, die perfekte Idee.
Fühlt euch herzlich gegrüßt und alles Liebe,
Eure Nadin

Herzblut-Welten

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Es ist nicht nur ein wohlklingender Name sondern auch ein ganz wunderbares Projekt der sechs Gründungsautorinnen. Ich freue mich sehr, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein und bin, genau wie ihr gespannt auf die gemeinsamen Projekte, die sich entwickeln.

Schaut doch mal rein unter http://www.herzblut-welten.de . Dort findet ihr alle wichtigen Infos und unter dem Menüpunkt „Autoren“ und „Blogger“ ganz wundervolle Kollegen, bei denen sich ein Besuch auf der eigenen Seite lohnt.

Alles Liebe, eure Nadin