Interview im Autorennetzwerk

Autoreninterview Nadin Brunkau Mein Name ist Nadin Durcak. Ich bin 40 Jahre alt und habe mein Herz in Heidelberg verloren. Die meisten von euch kennen mich unter meinem Mädchennamen: Nadin Brunkau. Begonnen hat alles mit einer schwierigen Phase in meinem Leben. Wer kennt sie nicht, persönliche Schicksalsschläge, die uns manchmal daran erinnern, uns fast zwingen, […]

All inclusive ….

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Back home…nach 14 Tagen „all inclusive“ – all inclusive fünf Koffern, der Dreckwäsche darin,  dem Gefühl, dass der Urlaub wieder einmal viel zu schnell vorüber war und 2,x Kilos mehr auf der Waage.

Nachdem heute Morgen beim Zähneputzen die tropfende Zahnpasta nicht im Waschbecken sondern auf dem sich vorwölbenden Bauch hängen blieb, bestätigte die Waage nur das, was die plötzlich figurbetonende Kleidung im Urlaub bereits erahnen ließ. .. 😆
Doch da hilft jetzt auch kein Jammern mehr, immerhin gab es Buffet und keine Mast und es waren meine eigenen Füße in den sommerlichen Sandalen, die mich dorthin trugen. Meist an das Nachtischbuffet,  gern auch schon einmal zur Vorspeise …

Zwischendurch führte die Zusichnahme von Softdrinks aller Art dazu, dass ich begann mir darüber Gedanken zu machen, wer eigentlich noch Energiedrinks braucht. Immerhin strotzte mein Körper nach der sechsten Fanta vor lauter Zucker vor Energie und der Erdkern schien beim Buddeln am Strand nur noch ein paar Handlängen entfernt zu sein …

Hiermit melde ich mich also aus den Urlaubstagen zurück, die ebenso erholsam wie schreibtechnisch unproduktiv waren. Tagelang habe ich mich in den Morgenstunden lange vor dem Ruf von der Moschee in meinen eigenen Worten verrannt und in der Geschichte erst einen Sinn und dann vergeblich ein Ende gesucht 😇😈, ehe die Blätter in den Koffer heimwärts wanderten.

Jetzt genieße ich „back home“ den vierten wohlschmeckenden Kaffee heute morgen auf der Terrasse im tristen und regnerischen Grau und fühle fast wie die Urlaubsbräune bei diesen fehlenden Sonnenstrahlen abbröckelt.
„Dunkel macht schlank“, erinnere ich mich an die Aussage, wenn die Menschen gern schwarz tragen…und da kommt sie, die Gewissheit, dass der Zahnpastafleck auf dem Shirt bald immer mehr auffallen wird ;)😂
Doch heute Morgen mit der Urlaubsmusik im Ohr und den Bildern von den Schaumparties auf dem Steg über dem Meer vor Augen, trügt nichts diese Frische – so muss Erholung sein!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wenig Sonne im Gemüt und Herzen bis sie tatsächlich einmal wieder am Himmel herauskommt.
Fühlt euch herzlich gegrüßt, eure Nadin

ovtechnisch  Urlaub zurück mit

Happy Birthday, Bookwannabe …

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Mein Blog wird in diesem Monat 1 Jahr alt. Ich möchte euch von Herzen danken für die schöne und ereignisreiche Zeit, die ihr mit mir teilt. Es war ein aufregendes Jahr mit Höhen und Tiefen, und so vielen neuen Kontakten, die mich und mein Schreiben begleiten. Mein Dank geht an jeden Einzelnen von euch und ich freue mich auf die kommende Zeit.

Zum Geburtstag und auf speziellen Wunsch hier noch einmal euer Favoritenblog:

„SCHREIBEN MIT ALLEN SINNEN

Vegan, gepierct und tätowiert, selbst mit der Hugo Boss Hose auf dem Campingplatz fällt man heutzutage weder auf- noch aus der Reihe.

Aber hast du einmal das Experiment gemacht und dich mit einem wunderbaren wasserzeichenbedruckten Büttenpapier und dem nostalgischen Füllfederhalter an einem warmen Tag wie heute in die gut besuchte Fußgängerzone gesetzt?

Ein Cafehaus bei strahlendem Sonnenschein, in einem Ort auf einem Marktplatz deiner Wahl…

Die Sonne scheint. Das in diesem Licht leicht cremefarbene Papier blendet dich von dem kleinen Holztisch auf dem es vor dir liegt. Du schiebst die Sonnenbrille ein bißchen höher auf den von den ersten Strahlen bereits leicht geröteten Nasenrücken und setzt den ersten Federstrich der Begrüßungsworte auf das reine Papier.

Sofort in diesem Moment tauchst du ab, vergißt alles um dich herum. Das Zwitschern der Vögel ist auf einmal lauter als vorher, die Sonne scheint unnachgiebig auf den leicht zur Seite geneigten Hals. Sie erwärmt ihn schnell, viel zu schnell und gleichmäßig.

Die dunkelblaue Tinte hinterläßt schwungvolle kleine und große Bögen auf dem fast unmerklich gekörnten Papier. Du beobachtest, wie sie langsam aus der silberfarbenen, wohl- und handgeformten Feder fließt. Fast hörst du das leise Kratzen, das Aufsetzen bei jedem neuen Wort lauter als all die anderen Geräusche um dich herum.

Dann eine kurze Minute des Nachdenkens über den nächsten Satz. Ein leises, tiefes Einatmen und  plötzlich abgelenkt, vernimmst du es: das Gespräch am Nachbartisch, das monotone Klingeln eines Handys weiter hinten, die klappernden Schritte der Vorbeieilenden auf dem Altstadtpflaster des Platzes, irgendwo eine Mutter die aufgebracht nach ihrem Kind ruft.

Du senkst wieder den Blick. Bereit, sofort wieder abzutauchen, in diese, deine eigene ruhige Welt in diesem großen Ganzen als du es auf einmal bemerkst:

Das Gespräch am Nachbartisch ist verstummt, der Angerufene weiter hinten schaut dir während seines Telefonats ungeniert auf die, das Blatt und den Füller haltenden Hände Selbst die Mutter mit dem mittlerweile weinenden Kind an der Hand wirft dir einen gestressten Blick zu.

Fast hast du das Gefühlt, DU hättest SIE unterbrochen, ein verstörendes Geräusch gemacht, bis dein irritiert schauender Blick auf zwei ältere Damen fällt. Sie genießen unter ihren kleinen Hüten das Kännchen Kaffee unter einem grünen Sonnenschirm.

Sie lächeln dich an wohl wissend, sich erinnernd,  ehe sie sie sich wieder dem leuchtend roten Stück Erdbeertorte widmen, nicken sie dir  noch einmal aufmunternd zu.

Du lächelst zurück.

Sie wissen was du fühlst. Verstehen ganz offensichtlich wohin du abtauchst,  wenn du nun wieder den leicht in der Hand liegenden Füller gen Papier wendest. Das Blatt erneut richtig ausgerichtet, die Feder sanft darauf gesenkt,  beobachtest du den dunkelblauen Punkt der sich langsam auf dem weißen Papier vergrößert, ehe der Bogen zum ersten Wort ihn einbindet, als wäre es nie anders gewesen .

Du drehst den Kopf ein wenig  zur Seite, die Haare kitzeln leicht im Nacken, während die Worte leichtfüßig auf den dünnen Bogen Papier springen. Du spürst das leise Lächeln auf deinem Gesicht als die Vögel nun laut ihr neues Lied beginnen..

Schreiben mit allen Sinnen.

Der erste Advent, die erste Lesung …

Ich wünsche euch einen wunderbaren ersten Advent.
Ihr seht mich aufgeregt heute Morgen, denn heute Nachmittag startet meine erste Lesung im Lille Cafe in Reichartshausen.
Ich freue mich auf euch alle, die ihr bereits Plätze reserviert habt und auf einen gemütlichen Nachmittag in dieser herrlichen Atmosphäre. 
Bis später,  Eure Nadin

P.s. ich teile noch einen zweiten Beitrag gleich hier mit euch, so halten sich eure Newsletter in Grenzen ;):

Guten morgen ihr Lieben,
ich bin auf der Suche nach Bloggern die sich meiner oder einzelnen Kleinode annehmen möchten.
Alle drei meiner Bücher haben etwas mehr als einhundert Seiten und bestehen aus Kurzgeschichten.  Wenn jemand Lust oder Interesse hat, einmal reinzuschauen und eine Rezension zu verfassen würde ich mich sehr freuen. Ich versende entsprechende Rezensionsexemplare gern nach einer Nachricht oder einem Kommentar.

Weitere Infos erhaltet ihr über meine Bücher unter http://www.bookwannabe.com (auf der Seite: Veröffentlichung) oder auf meiner Autorenseite bei Amazon.
Ich würde mich freuen, Eure Meinung zu hören.
Liebe Grüße Nadin

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Back home …

20150824_073929Back home… nach wundervollen Urlaubstagen in Südfrankreich. Neben der Erholung kam auch das Schreiben nicht zu kurz. Ich war fleißig, habe die ersten 180 Seiten des neuen Projektes Korrekturgelesen und mehrere zehntausend neue Worte geschrieben.

Das entstandene Naturschutzgebiet des Gartens ist wieder einer Wohflühloase gewichen und die letzten Taschen werden heute noch ausgepackt.

Zuhause erwartete mich die Kurzgeschichte für die Anthologie per Mail aus dem Lektorat. Johanna Nagl, hat wundervolle Arbeit geleistet und ich danke dir sehr dafür. Bin ich doch nach der Korrektur heute Morgen damit wieder einen großen Schritt weiter.

Die Veröffentlichung der Anthologie des Autorennetzwerkes ist für Ende des Jahres geplant und der Erlös geht nach der Abstimmung an den Verein „BrotundBücher“. Ichh freue mich sehr dabei sein zu dürfen und wünsche euch allen Kreativen heute einen wundervollen Tag!

Liebe Grüße, eure Nadin

Der Körper, die Seele, ich und ES …

Es ist Freitagmorgen. Punkt 4.04 Uhr.

Ich sitze im Garten. Auf dem Foto sieht es gemütlich aus. Wie ein warmer, gemütlicher Abend nach Sonnenuntergang. Dem aufmerksamen Betrachter wird die Kaffeetasse, der Fehler in diesem Suchbild nicht entgangen sein: Richtig, es ist morgens und lange VOR Sonnenaufgang.

Ich bin seit zwei Tagen und Nächten mit Migräne geschlagen. Mit allem was dazu gehört von Augenflimmern bis Übelkeit, die mir das längere Schlafen, oder das Schlafen überhaupt noch mehr erschwert. Da ist er wieder, dieser Dauerkopfschmerz, den ich nun bei der zweiten Tasse Kaffee, versuche mit dem Ausblick auf den letzten Arbeitstag der Woche und dem anstehenden gemeinsamen Urlaub zu verdrängen.

Kommt diese Migräne, von der ich in den letzten Jahren -zumindest in diesem abscheulichen Ausmaß-längere Zeit verschont worden bin, vielleicht von dem letzten Wetterumschwung, dem verspannten Nacken oder anderer „hormoneller Frauendinge“…?! Oder ist es doch eher, wie das Buch, das ich vor einigen Jahren geschenkt bekommen habe, ein Ausdruck meiner Anspannung?

Zugegeben, die Abgabetermine für zwei Kurzgeschichten und das Weiterschreiben an dem Romanprojekt saßen mir „buchstäblich“ im Nacken. Die Vorbereitungen des kommenden Campingurlaubs gemischt mit der hurtig eingeschobenen Badrenovierung, bei der natürlich nichts so klappte wie ich mir das vorstellte und angeschlagene Kinder kamen mal wieder zeitgleich zusammen.

„Schmerz als Ausdruck der Seele.“-

Ich erinnere mich gut an meine erste Reaktion. als ich dieses Buchgeschenk geöffnet und irritiert auf den Titel geschaut hatte.  Hin und hergerissen zwischen einem „Was soll denn das? Nimmt man meine damals vorherrschenden Beschwerden nicht ernst?!“ bis zu „Kann das überhaupt sein?“, blieb es erstmal unberührt.

Das Buch stand lange ungelesen in meiner mehrere hundert Bücher umfassenden Regalwand in unserem Wohnzimmer. Einmal fast vergessen, fiel es mir vor zwei Jahren wieder in die Hände. Erneut kopfschüttelnd ablehnend, wollte ich es gerade wieder zurückstellen, als ich darüber nachdachte, dass der Schenker mir eigentlich wohlgesonnen, ein Freund und noch dazu pädagogisch wie therapeutisch ausgebildet war. Also nahm ich es an, es in die Hand und begann bei den ersten Sonnenstrahlen darin zu lesen.

An den einzelnen Inhalt erinnere ich mich nicht mehr genau. Wohl aber daran, dass ich es innerhalb kürzester Zeit bis zum Ende las. Mehr als einmal war ich erstaunt über die darin versammelten Erkenntnisse und bin heute, auch dank des Buches, offener denn je für die kleineren und größeren Wehwehchen in mir und um mich herum.

Fast sensibilisiert nimmt man plötzlich wahr, wenn die Freundin vom Stress im Büro erzählt und anschließend über seit Tagen anhaltendes Sodbrennen klagt. „Es schlägt dir ganz schön auf den Magen, was ?“ – „Ja.“

Die Frau, die einmal zum Kaffee eingeladen all die angestauten Emotionen über die Zwistigkeiten in ihrer Ehe herausläßt und dabei das seit Tagen sich beständig haltende Halsweh nicht ignoriert.  „Du hast regelrecht einen Kloß im Hals – sprich es endlich aus!“

Die Bekannte, die mit ihren drei Nebenjobs, sich mit bloßem Auge erkennbar schon viel zu viel aufgeladen hat, ist heute zu hause geblieben, nachdem sie wegen furchtbarer Schmerzen in den Beinen einen Orthopäden aufgesucht hat. „Marie, das ist alles zu viel! Es zwingt dich in die Knie!“ – „Ich weiß!“

Beim Abholen des Kleinsten im Kindergarten höre ich eine Dreifachmutter, mit dem Säugling auf dem Arm, über die schlaflosen Nächte klagen. „Außderdem ist mein Ohr schon seit Tagen zugefallen. Ich habe richtig Schwindel!“ … sie hat ganz eindeutig „zu viel um die Ohren.“

Wenn wir mal lauschen und beobachten dann hören wir sie so oft. Diese Redewendungen, die wir fast tagtäglich und vielleicht unbewusst benutzen. Nach deren Aussprechen wir aber meistens den Prozeß des Beobachtens und Reflektierens schon wieder beenden.  Wir sollten uns darauf einlassen, uns selbst wieder genauer wahrzunehmen, in dieser hektischen und schnelllebigen Welt. Die Gedanken und Gefühle nicht immer so schnell und so gerne in die, in uns allen sicher vorhandenen Eimerchen schieben, bis sich irgendwann ein Deckel wegen Überfüllung nicht mehr schließen lässt.

Das Sodbrennen:  „die Galle kommt uns hoch“ ; das Völlegefühl : „diesen Stein im Magen“ ;  die Rückenschmerzen: „Ich habe mir zuviel aufgeladen“ … und auch alles Andere ernsthaft zum Anlass nehmen, um  mal wieder in uns reinzulauschen.

Dann, ja dann haben wir sicher auch die Chance, vielleicht schon heute wieder unser „Herz vor Freude hüpfen zu spüren“!   😉

In diesem Sinne einen wunderbaren Freitag, eure Nadin