Neujahrswünsche im Februar…..

Wenn die besten Wünsche für das Jahr 2018 erst im Februar kommen, dann hat das neue Jahr nicht ganz so ruhig gestartet…. Ich wünsche euch allen von Herzen das viele eurer Wünsche in Erfüllung gehen, viel Erfolg bei all euren Vorhaben und vor allem Gesundheit! Fühlt euch lieb gegrüßt, eure Nadin P.s. ich glaube so […]

Dienstag, 3.Oktober

Im Rückblick werden wir schon das ein oder andere Mal gedacht haben: Hätte es diesen oder jenen Moment nicht gegeben, wäre heute einiges anders. Ohne Umschweife, ohne Wenn und Aber, vermag ich am heutigen Tag zu sagen: Ohne die Deutsche Einheit 1989/ 1990 wäre für mich definitiv heute ALLES anders.  Bei allen Diskussionen um das […]

Stadt der Bücher 

Es sind Fahnen, Poster, Banner die nach dem Eintreten in die Messe Frankfurt den langen Weg durch die Gänge und über Rollbänder schmücken. Es sind Bestsellerautoren, die von den überdimensionalen Postern lächeln. Mit ihren neuen Buchtiteln, von denen wir uns fragen, wie sie es schaffen, ein Highlight nach dem anderen in der kurzen Zeit zu schreiben. Darunter der Hinweis auf den Termin der Signierstunde, und während ich bewegungslos auf dem Rollband unter ihnen vorbeigleite, sehe ich vor meinem geistigen Auge die Schlange der Leser die am Autogrammtag auf sie warten. 

Als ich endlich die Halle 3.0, Ziel Selfpublisher Area, erreiche, ruft aus Vernunft das stille Örtchen vor Schichtbeginn. Beidseitige Zugänge zu dieser „Hall of Pipi“ und die langen Schlangen der tippelnden Frauen lassen mir genügend Zeit mich auch hier umzuschauen. Bastei Lübbe hat die Werbeflächen in diesem Separe erworben. Drei neue Buchtitel machen während des Wartens Lust auf mehr und dann keimt er auf, der Wunschgedanke, einmal eines meiner Cover auf einem solchen Banner zu sehen. Er verdrängt den Gedanken daran, wie verpönt es früher war, seinen Namen auf irgendeiner öffentlichen Toilette zu finden. Hier auf der FbM 2016 gäbe es neben mir noch mehr als 1000 Freiwillige für diese Fläche.

Anschließend betrete ich die Halle 3.0. Auf der  Suche nach unserem eigenen Stand der Herzblutwelten, schweifen meine Augen unruhig zwischen den Ständen , Buchcovern, Titeln und Worten hin und her. Es ist faszinierend, eine eigene Welt. 

Hat man manchmal das Gefühl zuhause an seinem Schreibtisch über den eigenen Projekten quasi in einem schalldichten Keller zu sitzen, so tritt man hier quasi das erste mal hinaus und auf die Straße . Hinaus in die Metropole, in der das Leben pulsiert .  In der Wolkenkratzer aus Buchregalen, bestückt mit den Bestsellern und Neuerscheinungen dieses Jahres fast bis an den Hallenhimmel  reichen. Den Kopf in den Nacken gelegt gleitet mein Blick an dieser Bücherfassade empor, während der Mund vor Staunen offensteht. Ich stehe mitten auf der Straße dieser Bücherstadt, mittendrin in dem Rush Hour Verkehr aus Autoren, Verlegern , Vertrieblern, Lektoren, Bloggern, Lesern  und Co., die an mir vorbeirauschen, ein jeder von ihnen mit einem eigenen Ziel.  Stand an Stand reiht sich Haus an Haus in dieser Metropole des Buches in der ich einen Moment fast orientierungslos, unschlüssig stehe.  Anschließend folge ich der grünen Welle, dem Strom der anderen,  von Gang zu Gang, nicht ohne von dieser ambivalenten Faszination ergriffen zu sein: Sie schwankt zwischen Bewunderung, Motivation und dem Gefühl so unscheinbar zu sein.  Dem Wunsch, es eines Tages auch einmal auf so einen Wolkenkratzer zu schaffen , folgt die bange Frage :“ Wie soll mein Buch unter all den Massen an Neuerscheinungen je auffallen?“

Es sind diese Eindrücke , unzählige so schwankend wie wertvoll,  so emotional, die neben den fachlichen und sachlichen Informationen meinen Besuch auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zu etwas ganz Besonderem machen. 

Es ist mein Ausflug raus aus dem Keller in die Welt der Literatur. Hinaus aus der einsamen Schreibzelle, die ich ganz selten mit jemandem teile und hinein in die Welt in der Menschen von und mit Büchern leben, direkt an den Punkt an dem die Literatur selbst lebt! 

Ich freue mich über jeden den ich dort getroffen habe und wünsche euch nur das Allerbeste!

Eure Nadin 

Happy Birthday, Bookwannabe …

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Mein Blog wird in diesem Monat 1 Jahr alt. Ich möchte euch von Herzen danken für die schöne und ereignisreiche Zeit, die ihr mit mir teilt. Es war ein aufregendes Jahr mit Höhen und Tiefen, und so vielen neuen Kontakten, die mich und mein Schreiben begleiten. Mein Dank geht an jeden Einzelnen von euch und ich freue mich auf die kommende Zeit.

Zum Geburtstag und auf speziellen Wunsch hier noch einmal euer Favoritenblog:

„SCHREIBEN MIT ALLEN SINNEN

Vegan, gepierct und tätowiert, selbst mit der Hugo Boss Hose auf dem Campingplatz fällt man heutzutage weder auf- noch aus der Reihe.

Aber hast du einmal das Experiment gemacht und dich mit einem wunderbaren wasserzeichenbedruckten Büttenpapier und dem nostalgischen Füllfederhalter an einem warmen Tag wie heute in die gut besuchte Fußgängerzone gesetzt?

Ein Cafehaus bei strahlendem Sonnenschein, in einem Ort auf einem Marktplatz deiner Wahl…

Die Sonne scheint. Das in diesem Licht leicht cremefarbene Papier blendet dich von dem kleinen Holztisch auf dem es vor dir liegt. Du schiebst die Sonnenbrille ein bißchen höher auf den von den ersten Strahlen bereits leicht geröteten Nasenrücken und setzt den ersten Federstrich der Begrüßungsworte auf das reine Papier.

Sofort in diesem Moment tauchst du ab, vergißt alles um dich herum. Das Zwitschern der Vögel ist auf einmal lauter als vorher, die Sonne scheint unnachgiebig auf den leicht zur Seite geneigten Hals. Sie erwärmt ihn schnell, viel zu schnell und gleichmäßig.

Die dunkelblaue Tinte hinterläßt schwungvolle kleine und große Bögen auf dem fast unmerklich gekörnten Papier. Du beobachtest, wie sie langsam aus der silberfarbenen, wohl- und handgeformten Feder fließt. Fast hörst du das leise Kratzen, das Aufsetzen bei jedem neuen Wort lauter als all die anderen Geräusche um dich herum.

Dann eine kurze Minute des Nachdenkens über den nächsten Satz. Ein leises, tiefes Einatmen und  plötzlich abgelenkt, vernimmst du es: das Gespräch am Nachbartisch, das monotone Klingeln eines Handys weiter hinten, die klappernden Schritte der Vorbeieilenden auf dem Altstadtpflaster des Platzes, irgendwo eine Mutter die aufgebracht nach ihrem Kind ruft.

Du senkst wieder den Blick. Bereit, sofort wieder abzutauchen, in diese, deine eigene ruhige Welt in diesem großen Ganzen als du es auf einmal bemerkst:

Das Gespräch am Nachbartisch ist verstummt, der Angerufene weiter hinten schaut dir während seines Telefonats ungeniert auf die, das Blatt und den Füller haltenden Hände Selbst die Mutter mit dem mittlerweile weinenden Kind an der Hand wirft dir einen gestressten Blick zu.

Fast hast du das Gefühlt, DU hättest SIE unterbrochen, ein verstörendes Geräusch gemacht, bis dein irritiert schauender Blick auf zwei ältere Damen fällt. Sie genießen unter ihren kleinen Hüten das Kännchen Kaffee unter einem grünen Sonnenschirm.

Sie lächeln dich an wohl wissend, sich erinnernd,  ehe sie sie sich wieder dem leuchtend roten Stück Erdbeertorte widmen, nicken sie dir  noch einmal aufmunternd zu.

Du lächelst zurück.

Sie wissen was du fühlst. Verstehen ganz offensichtlich wohin du abtauchst,  wenn du nun wieder den leicht in der Hand liegenden Füller gen Papier wendest. Das Blatt erneut richtig ausgerichtet, die Feder sanft darauf gesenkt,  beobachtest du den dunkelblauen Punkt der sich langsam auf dem weißen Papier vergrößert, ehe der Bogen zum ersten Wort ihn einbindet, als wäre es nie anders gewesen .

Du drehst den Kopf ein wenig  zur Seite, die Haare kitzeln leicht im Nacken, während die Worte leichtfüßig auf den dünnen Bogen Papier springen. Du spürst das leise Lächeln auf deinem Gesicht als die Vögel nun laut ihr neues Lied beginnen..

Schreiben mit allen Sinnen.

EMPFEHLUNG

“ Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.“
(Thomas Mann aus „Der Zauberberg“)

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Ab sofort erhältlich bei Amazon.de als ebook und Taschenbuch.

https://www.amazon.de/dp/B01BKS44ZW/ref=cm_sw_r_awd_6daYwbZ57YAW9

„Es ist ein kleiner Ort. Nennen wir ihn Barn.  Er könnte auch anders heißen oder woanders liegen …“

Ich teile sie gern, diese Mitteilung über die gelungene Veröffentlichung dieses Buches. Besonders geeignet auch für Jugendliche und als Diskussionsgrundlage in Schulen. Gleichermaßen geeignet für Erwachsene und Jugendliche ab 14.

Viel Erfolg wünscht Nadin