Frühlingskinder

Frühlingskinder Schon früh dachte ich, die Jahreszeit, in der jemand geboren wurde, sagt etwas über seinen Charakter aus, losgelöst von den Sternzeichen. Und dies hatte weniger mit seherischen Fähigkeiten zu tun, als mit den Erfahrungen, die mich prägten. So waren mir grundsätzlich quasi seit der Geburt „Winterkinder“ suspekt. Schienen sie doch allesamt mürrisch, düster, schwer […]

Frühlingsboten

Geduldig stehen sie da, während ihre Kollegen längst eingeschmolzen sind und bereits als Hasen wiedergeboren in den Supermärkten angeboten werden. Sie sind stille Zeugen der verrinnenden Zeit: Standen sie nicht erst gestern unter dem Christbaum? Aufgeregt erwartet neben all den Geschenken, und heute drängen sich bereits die Frühlingsblüher im Garten durch die noch gefrorene Erde. […]

Anna

Geschichte des Tages Nadin Brunkau Anna Sie sah in den Nachthimmel hinauf. Konnte es tatsächlich sein, dass er zu einem jener Sterne dort oben geworden war? Wie oft hatten sie im letzten Sommer gemeinsam unter dem Himmelszelt gesessen, und er erzählte von seiner, dieser Phantasie. Es war seine Vorstellung von der Reise, die er bereits […]

40 – argh ….

Vor einiger Zeit habe ich ihn selbst geschrieben und gepostet: den Beitrag mit dem Titel “ 40 – na und“. 
Nun neun Tage vor meinem eigenen 40. Geburtstag bleibt in meinem Kopf die „40“, während das „na und“ täglich, fast stündlich mehr und mehr weicht.  Was für ein gruseliges Gefühl, bald einer Midlife Crises gleichend, macht sich in meinem Bauch und Hals breit. Liegt schwer im Magen und schnürt mir die Kehle zu, wenn ich nur an diesen Geburtstag denke. Dabei hat es weniger mit dem Alterungsprozess an sich zu tun, ich würde wohl unbedarft 41 werden,  als vielmehr mit dieser magischen Grenze, die 40 für mich impliziert. Wenn ich optimistisch, meinen ungesunden Lebenswandel einmal ausblendend, davon ausgehe, das hohe Alter von achtzig zu erreichen, dann habe ich am 20. mit dieser „40“ die Hälfte meines Lebens bereits hinter mir. Dazu mischt sich dieses unangenehme  Gefühl, dass,  ähnlich wie beim Bergfest, die zweite Etappe immer kürzer erscheint und die Zeit schneller zu fliegen beginnt… Wer kennt es nicht dieses Gefühl, das die zweite Urlaubswoche schneller vergeht als die erste oder der Abstieg von Berg, der Rückweg einer Reise kürzer erscheint. – ARGH ….

Ja, ich hadere damit und gebe es offen zu. Mein Versuch heute morgen einen Blog für euch zu schreiben, ist ebenso kläglich an dieser Situation gescheitert wie mein Versuch, den Geburtstag samt Fest einfach ausfallen zu lassen. 

 Nun habe ich mich dennoch entschieden, euch einfach daran teilhaben zu lassen. Vielleicht ging es ja dem/ der einen oder anderen auch schon so.

Nichts desto trotz oder gerade deshalb wünsche ich allen wundervolle Augusttage, in denen sich die Sonne bald wieder zeigt. Euch und mich mit ihrer Wärme umarmt, das Lachen mitbringt und uns allen zeigt: „so schön kann Leben sein“ ;):)😂

Stationen

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„Der Zug ist längst abgefahren!“

Sie sah ihn bei diesen maulenden Worten an. Nein, vielmehr sah sie durch ihn hindurch auf die imaginäre Anzeigetafel hinter ihm. Auf den digitalen Fahrplan der ihr verriet, dass auf jedem der sieben Gleise in der nächsten halben Stunde ein neuer Zug einfahren würde. Sah er sie denn nicht?
Zwischen den Abfahrtszeiten fand sie zurück zu seinen Augen und zu der darin liegenden Trauer , Resignation und dem Wehmut über den verpassten Zug.
Der Lautsprecher auf dem Bahnsteig knackte laut, ehe die montagsmüde Dame die Einfahrt eines neuen Zuges ankündigte und um Vorsicht dabei bat.

Sie sah ihn an.
„Ja, DER Zug ist vielleicht weg. Aber im fünf-Minuten-Takt kommen neue.“

Jetzt sah er es auch:  das Gewimmel auf den Bahnsteigen. Das Ein- , Aus- und Umsteigen der Reisenden mit einem Ziel. Sie schoben sich mal mit leichtem, mal mit schwerem Gepäck an ihm vorbei, während er unschlüssig auf der Rolltreppe lief nur um nirgendwo anzukommen.

„Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben ist zu schnell für mich. Es rast regelrecht. Mal schaue ich von meinem Sitz hinter den Scheiben heraus und mal spüre ich seinen Fahrtwind, wenn es an mir vorbeirauscht.“

Sie strich über seine Hand in dem Café zwischen all den Reisenden in der ersten Frühlingssonne.
„Jeder Zug wird irgendwo anhalten und dann kannst du selbst entscheiden, ob du zusteigst oder ihn ohne dich weiterfahren lässt.“

Er schwieg. Griff nach dem Bierglas und nahm einen tiefen Schluck.
Plötzlich hörte er den fremden Jungen am Nachbartisch. Er spielte mit einer Holzeisenbahn und fuhr gerade den Bahnhof unter dem Tisch zwischen den Beinen seiner Eltern an.
„Alles Aussteigen- Endstation!“

Wie zur Bestätigung nickte der Biertrinkende seiner Freundin zu.
‚Siehst du!‘ , schienen seine Augen zu sagen. Er verzog dabei die schmalen Lippen zu einem gequälten Lächeln.

„Umsteigemöglichkeiten an den anderen Gleisen!“ , tönte der Sechsjährige durch die Lautsprecherhände.

Nun hob sie die Brauen.
‚Siehst du‘ , sagte ihr Lächeln als sie das Glas zu ihm hob. Leise prostete sie ihm zu.
„Sogar der Kleine weiss es schon: selbst Endstation bedeutet nicht zwangsläufig das Ende einer Reise!“

Buchvorstellung im AutorenLike auf fb

Buchvorstellung Teil 1:

„Das Leben leben – in all seinen Farben“ von Brunkau Nadin

Mein Name ist Nadin Durcak und ich werde in diesem Sommer 40 Jahre alt. Meine Bücher erscheinen unter meinem Mädchennamen: Nadin Brunkau.
Geschrieben habe ich schon immer gern, doch im Herbst letzten Jahres habe ich mich getraut und die ersten Werke als Selfpublisher veröffentlicht.
Ich freue mich sehr, dass ich heute die Möglichkeit habe mich und eines meiner Bücher näher vorzustellen. Ich wünsche euch und uns allen ganz viel Spaß dabei!

Klappentext:
Das Leben leben … heißt sich auf eine Reise zu begeben. Mal  himmelhochjauchzend, schwerelos gleitend in schwindelerregenden Höhen. Ein anderes Mal mag es uns in dunkle Wälder und tiefe Schluchten ziehen, in denen wir fast die Orientierung verlieren.

Gehen Sie mit auf diese Reise und tauchen Sie ein in die Momente, die wir „Leben“ nennen. In diese Augenblicke, die uns prägen und zu dem Menschen machen, der wir sind: ein Wanderer, auf der Suche nach dem nächsten kommenden Flug.

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Mindstyle

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Die Dinge des Lebens passieren täglich aufs Neue.
Ein Schelm, der denkt, es wär nicht so. Auch an den Tagen von denen wir meinen, sie seien so  ereignislos wie ein Blick in den leeren Kühlschrank. Ein ernüchternder Blick bei dem sich lediglich kurz das Licht zeigt, ehe es nach dem Tür schließen wieder in der Einsamkeit der tristen Kälte verschwindet. Selbstverständlich ohne unseren knurrenden Magen befriedigt zu haben, da sich außer den imaginären Pinguinen nichts in ihm befand.
Da fällt es uns leicht neben dem weiter vorherrschenden Hungergefühl zu vergessen, dass das Licht dort drin einen Moment lang NUR für uns gebrannt hat …
So oder sich ähnlich kommen sie manchmal daher, die Lebensratgeber dieser Tage. Sie führen uns an der Hand durch unsere Leben und weisen uns auf diese oder ähnliche kleine Lichtblicke im Alltag hin.
Wobei ich zugeben muss, dass ich für diese Art der Literatur durchaus empfänglich, aber auf dem Pfade der Erleuchtung mitunter noch ein Anfänger bin. So freue ich mich ganz realistisch betrachtet vielmehr über den durchlaufenden Kaffee am morgen als über das rote Signallämpchen der Kaffeemaschine, das mir in der dunklen Küche den Weg zum wachmachenden Getränk zeigte.

Wie Pilze sprießen sie aus dem Boden: die Magazine mit den bunten Mandalas auf dem Titel und einem Sinnspruch neben den angerissenen Lebenskapiteln. So herzerwärmend und farbenfroh, dass wir nach dem Tanken in der Männerdomaine neben der Zapfsäule fast unsere Yogamatte auspacken. TIEF EINATMEN , während wir die Zwei- oder Vierzeiler lesen und den Gedanken:“Ja, so ist es!“ genauso wenig aufhalten können wie den Griff in das Regal.
Die Sehnsucht nach Ruhe und dem Besinnen auf sich selbst und den Geist trifft den Zeitgeist einer neuen Generation.
Was hat sich verändert in den letzten Jahrzehnten, wenn wir mit den mind-spirit-life- Magazinen auf die ältere Generation treffen, die unser beseeltes Lächeln irritiert beobachtet?
Vielleicht gelten wir für sie noch für einen Ableger all jener, die einst als Blumenkinder nach Ibiza oder la Gomera ausgewandert sind, um sich in einem Rausch des Lebens fernab der Welt selbst zu finden?

Sind die Zeiten hektischer geworden so das wir dankbar für diese Momente der Langsamkeit beim Lesen sind oder beobachten wir die Welt nur noch mit angehalten Atem und besinnen uns dann darauf, uns in ihr wiederzufinden?

Tatsächlich ist das schwer in einem Satz zu beantworten, doch die Nachfrage gibt diesen Magazinen recht. Waren es am Anfang ein oder zwei, lassen sich mittlerweile ganze Regalreihen mit ihnen füllen .
Das Wort zum Sonntag kennt fast niemand mehr, wird seltener gehört, als diese quartalsweise erscheinenden Magazine gelesen.

Wo sind wir?  Wo sollten wir sein?  Wer sind wir? Und wer könnten wir sein?
Das sind die Grundfragen, die sich durch die einzelnen Artikel ziehen. MINDSTYLE ist der neue Lifestyle.
Es sind die kurzen Aphorismen, Artikel und Gedichte die uns entspannt bei einer Tasse Kaffee  oder Tee nach einem hektischen Tag beruhigen und uns ein Licht  aufzeigen, wenn wir glauben, alles um uns herum liegt im Dunkeln.

In diesem Sinne wünsche ich euch zu diesem Wochenstart den einen oder anderen Lichtblick.
Herzlichst, eure Nadin