Sommer und so viel mehr …

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Beschreibung
»Sommer und Mehr« – der Titel einmal ausgesprochen, bietet viel Platz für Phantasiereisen, einem jeden Einzelnen ganz nach seiner Facon. 

Für den Einen ist »Mehr« – DAS Meer, die Assoziation mit Meeresrauschen, sanften Wellenbewegungen und heißem Sand. Dem Anderen fallen hundert Dinge ein, die nahezu unlöslich mit dem Sommergedanken verknüpft sind, während einen Dritten Gerüche oder Geräusche inspirieren, die viel mehr vom »Mehr« als vom Sommer handeln. 

So unterschiedlich wie die eigenen Gedankensprünge zum Titel, so vielfältig sind die Geschichten und Gedichte der Autoren. Jede einzigartig auf ihre ganz eigene Weise, so wie die Gedanken und Gefühle, die dieser Titel uns schenkt. 

>Nadin Brunkau< 
Erneut haben sich sechsundvierzig Autoren zusammengefunden, um Sie mit Geschichten und Gedichten zu unterhalten. Den Erlös durch den Verkauf dieser Anthologie spenden wir der Organisation Stiftung Lesen, die sich dafür einsetzt, Deutschland zum Leseland zu machen
Ich freue mich auf die Geschichten meiner Autorenkollegen und darüber, dass ich neben meiner Geschichte auch den Klappentext besteuern durfte. 

Viel Spaß beim Lesen!  

Eure Nadin

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An Authors Life …

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Der Timer auf dem Handy ist gestellt. Die rückwärtszählenden Sekunden scheinen lautlos laut zu ticken. 20 Minuten Schreibzeit liegen vor mir in denen ich es hoffentlich schaffe, meinen Montagsblog für euch zu schreiben.
Nachdem meine morgendliche Schreibzeit im wahrsten Sinne des Wortes einem Brotjob in einer Bäckerei gewichen ist, bin ich noch auf der Suche nach dem passenden Schreibzeitfenster.

Eure Rückmeldungen auf meinen letzten Blog haben mich sehr gefreut. Ich hatte nicht zu wagen gehofft, dass euch meine Abwesenheit so sehr aufgefallen  ist. Vielen Dank für all eure lieben Worte.

Lasst mich euch heute einen Abriss geben über das, was in diesem Jahr noch geplant ist, gerade läuft oder geduldig auf dem stetig wachsenden Stapel auf dem Schreibtisch wartet.
Ein Romanmanuskript ist in der Korrekturphase und, mental zumindest, arbeite ich parallel an dem Exposé. Ich warte noch auf die Rückmeldung zweier Testleser um evtl. letzte Änderungen umzusetzen. Dieses Manuskript wird noch einmal seinen Weg durch die Verlagshäuser nehmen und nicht per se als Spler veröffentlicht.
Ein weiteres Projekt, der „Simon“, eine Adaption zu H. Hesses „Unterm Rad“ wartet auf die Rückmeldung der ersten Testleser und um ehrlich zu sein noch auf ein paar Füllkapitel sowie auf ein adequates Ende, da ich mit dem vorläufigen noch nicht ganz zufrieden bin.
Die angefangene Dystopie liegt im lila Schnellhefter mittlerweile ziemlich weit unten in dem Stapel.  Sie war eine Ablenkung, ein Ausgleich zu der trockenen Kotrekturarbeit  und der Versuch in einen Mainstream einzusteigen, von dem ich heute noch nicht sagen kann, ob er glückt.

Was gibt es noch?
Die Anfrage für zwei Lesungen die zwangsläufig mal wieder ein passendes Buch voraussetzen. Ein Deja-vus, ich fühle mich erinnert an den Herbst des vergangenen Jahres in dem kurzer Hand  „zauberhaft und weihnachtsweise“ entstanden ist. Also gesellen sich zu den vorgenannten Projekten noch lose oder getackerte Blätter mit Kurzgeschichten hinzu, die mehr oder weniger erfolgreich in der knappen freien Zeit entstehen. Ein Potpouri aus verschiedenen Genres, ohne Einschränkungen soll es werden, so dass sich dieses Kleinod optimal für Lesungen unter dem Jahr eignet.  Das hohe Ziel es bis zum 30.5. korrektur- und lektoratsreif hinzubekommen scheint augenblicklich fast vermessen, doch ich rette mich in die Zeit des kommenden Pfingsturlaubs.

Was gibt es noch?
Eine Anthologie des Autoren Netzwerkes „Sommer und mehr“ : Meine Kurzgeschichte ist fertig, lektoriert und fristgerecht abgegeben.
Eine weitere Anthologie der „Herzblut Welten “ steht an. Ich freue mich darauf und werde eine Geschichte beisteuern.

Im Juni nehme ich am Literaturcamp in Heidelberg teil und im Oktober werde ich auf dem Stand der Herzblut Welten auf der Frankfurter Buchmesse mit meinen Büchern vertreten sein. Die Organisation wird auch Zeit in Anspruch nehmen, doch ich freue mich wahnsinnig darauf. Bin ich doch gespannt auf diesen ersten Messeauftritt und freue mich darauf, den einen oder anderen von euch dort endlich einmal persönlich zu treffen.

Wenn ich meine eigenen Projekte so aufgelistet sehe, bin ich fast sicher, dass jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen ist, endlich Prioritäten zu setzen.  ;)😂
Immerhin bin ich kein Vollzeitschreiber, sondern auch noch Mutter, Hausfrau und Basis-Kraft.
So werde ich euch auf dem laufenden halten, welche Pferde in diesem Rennen gerade vorne sind. Wer strauchelt, sich wieder fängt, welcher Favorit vielleicht plötzlich mit dem vermeintlichen Außenseiter kämpft….

Ich wünsche euch für all eure Projekte viel Erfolg,  die nötige Zeit und die richtige Eingebung, die perfekte Idee.
Fühlt euch herzlich gegrüßt und alles Liebe,
Eure Nadin

Autor hin…Autor her…

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Irgendwann im Laufe des Schreibprozesses, mit der Erfahrung und der Übung kristallisieren sie sich heraus: die Spektren und Genre, die einem am besten liegen. Fast schleichen sie sich dann von selbst immer wieder ein, egal mit welcher Motivation wir einen Text beginnen.
So mag jeder Plot bei manchen in Reimform enden, während er bei einem anderen fast automatisch zu einem Kriminalfall wird. Wieder andere finden jedes noch so versteckte Türchen, um in die Dystopie, Utopie oder Sciencefiction / Fantasywelt einzutreten. Bei noch anderen wird der komödiantische Beginn regelmäßig zu einem herzzerreißenden Drama, während der nächste den unsichtbaren Schalter zur Zeitreise nutzt und aus dem Hier und Jetzt schwupsdiewups verlässlich einen historischen Roman zaubert.
Manchmal können wir diese Entwicklung während des Schreibens fast wie ein Aussenstehender mit angehaltenem Atem verfolgen und die Wendung die die ursprüngliche Geschichte nimmt unmöglich aufhalten.

Oder wollen wir sie vielmehr gar nicht aufhalten, weil jedes geschriebene Wort uns weiter in das Genre bringt, das wir als unser Steckenpferd erachten? 

Doch was ist, wenn wir damit eine Nische bedienen die so gar nicht dem zur Zeit angesagten Mainstream entspricht? Wenn der Gedanke: „wer soll denn das lesen?“ zeitgleich mit dem, die Geschichte vorantreibenden Stift über das Papier huscht.
Und wie sehr können wir tatsächlich Genre bedienen über die wir bisher schwiegen? Nicht schrieben, weil wir davon ausgingen, dass diese Tür in unserem kreativen Hirn verschlossen ist?
Oder ist es uns als Schreiberling ähnlich einem Maler, der eine Auftragsarbeit erhält, möglich uns an alle Vorgaben anzupassen und sie dann mit unserem Herzblut zu schreiben? 

Ich wage die These, dass ein jeder von uns diese Gedanken schon einmal hatte. Diese oder jene Ausschreibung aus genau diesen Genrefremden-Gründen sofort überblättert.
Doch so schön das Schreiben an sich auch ist, leben wir als „Künstler “ doch von der Anerkennung. Anerkennung die wohl oder übel ersteinmal Leser voraussetzt, die nicht zwangsläufig in einem Separee stundenlang auf uns warten. Deren Rückmeldung, Rezension oder  Weiterempfehlung unser „Beifall“ ist.
Viele werden an diesem Punkt sagen: ihnen geht es nicht um das Geld. Und doch würde sich keiner verstecken, wenn ihm plötzlich ein „Harry Potter“ aus der Feder springt oder zumindest die Kugelschreibermienen, das Druckerpapier oder die Portokosten hereinkämen.

Wie sind eure Erfahrungen?
Tastet ihr euch an „fremde“ Genre heran?
Wo sind eure Wurzeln und wie weit ragen die Äste eures Baumes in diesen scheinbar unendlichen Himmel?

„Entschleunigen“

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„Entschleunigen“, ist die neue Art der Fortbewegung. Der Fortbewegung, die uns Menschen wieder zur Ruhe kommen lassen und uns auf das Wesentliches besinnen lassen soll. Einmal heraustreten aus den Mühlen des Alltags, einen Schritt neben das immer schneller drehende Hamsterrädchen, nur um zu sehen, wo wir stehen und wo wir eigentlich sein sollten oder vielmehr wollten.

Mein „Entschleunigungswochenende“ kinderlos, mit meinem Mann, hat an einem Freitagnachmittag mit dem zähfließenden Verkehr auf den Bundesautobahnen begonnen.
Mit einer geteilten Klimaanlage, die den Fahrer auf seiner Seite mit wohligen 24 Grad umarmt, während sie auf meiner Beifahrerseite die gewünschten idealen 21 Grad Celsius ausbläst. Zumindest so lange bis sein Blick Sekunden später auf die digitale Anzeige fällt. Rasch korrigiert er auf 22 Grad, ehe ich wortlos auf 20 Grad reduziere. Er mag keine ungeraden Zahlen. 😉

Nach der ersten unruhigen Nacht, in der mich „Granufink“-like die getrunkenen Kölsch halbstündlich in der Blase schaukelnd, weckten, sitze ich in den frühen Morgenstunden im Halbdunkeln des Hotelzimmers. Ich habe alle möglichen Lichtschalter ausprobiert, um die Lampe mit dem kleinsten Lichtkegel zu finden. Immerhin bin ich mir fast sicher, dass es mit seiner „Entschleunigung“ viel besser klappt, wenn er nicht wie ich um 5.03 Uhr aufwacht.

Und dann nach etwa 10 Minuten kommt ER, der Punkt, der mit „entschleunigen“ so gar nichts mehr zu tun hat: die Sehnsucht nach einer (oder zwei, besser drei) Tasse Kaffee. Der Albtraum, also zumindestens meiner schlechthin, in einem fremden Hotelzimmer ohne das wachmachende Getränk und vor allem die Aussicht, dass sich daran in den nächsten 3 bis 4 Stunden auch nichts ändern wird, ehe der Mann aufgewacht und frühstücksfertig ist …

So, da drohte die „Entschleunigung“ zu scheitern, ehe der Tag richtig begann, als der Herzschlag sprunghaft bei diesem Gedanken ansteigt und sich die Gedanken wahngleich im Kopf wiederholen…
Das Leben ist mein Zeuge,  dass ich mir selten darum Gedanken mache, was die Menschen bei meinem Anblick denken, doch heute Morgen bete ich tatsächlich,  dass mir in diesem 4,5 Sterne Resort niemand begegnet. Sollte doch jemand in meinen Fahrstuhl steigen, würde sein irritierter Blick von meinen nackten Zehen, über die Schlafanzughose, die Strickjacke bis hinauf zu dem zerknautschten Gesicht unter den ungekämmten Haaren wandern. Vielleicht würde er davon ausgehen, noch zu träumen, immerhin wäre bei meinem Anblick „Einer flog übers Kuckucksnest“ nicht weit…

Der übermüdete Kellner unten im Restaurant hat sicher auch nach dem ersten Schreck bei meinem Anblick mehr Mitleid als Service-Etikette im Kopf. Fast wortlos reicht er mir die glänzende Thermoskanne und beobachtet, wie ich die zwei Tassen in der Strickjackentasche verstaue, ehe ich mit nackten Zehen wieder den Rückweg auf dem abgetretenen Teppich antrete.

Die Kanne in der Hand beschleunigt meinen Schritt. Dankbar für den Aufzug ohne Spiegel und die wenigen Mitmenschen, die um 5.17h müde durch die Lobby streifen, entschleunige ich wenig später bei dem ersten Schluck Kaffee im Zimmer. Es gibt wohl keine Tasse Kaffee, die besser schmeckt, als diese erste nach dem Aufstehen.

Es ist der Inbegriff von „Entschleunigung“:
Der Blick aus  dem offenen Fenster auf das regnerische Köln mit den Lichtern all jener, die wie ich lange vor dem Sonnenaufgang wach sind, ein tiefer Schluck Kaffee, ein Zug der gesundheitsgefährdenden Zigarette gepaart mit dieser unnachahmlichen nassen Rheinluft.
Ich nehme noch einen tiefen Atemzug, ehe das Kreativzentrum im Kopf seine Arbeit aufnimmt.
„Sommer und mehr“ – und ich noch kein Stückchen weiter.
„Entschleunigt“ beschleunigen sich meine Gedanken. Fragmente, unzusammenhängend und wenig brauchbar…handeln sie doch alle bei diesen nassen 7 Grad weniger vom „Sommer“ und dafür viel mehr vom „mehr“ ….

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Ich wünsche euch einen gelungenen Start in diese Woche, Eure Nadin

Sommer und mehr …

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Gestern habe ich es tatsächlich probiert. Und mit „TATSÄCHLICH“ meine ich wirklich und aufrichtig konzentriert.
Bereits am Morgen bei einstelligen Temperaturen und mit Kind drei auf dem Rücksitz auf dem Weg zu einem medizinischen Kontrolltermin.
Ein Kontrolltermin bei dem ich von einem guten, nicht besorgniserregenden Ergebnis ausging.

Also war ich dahingehend keineswegs  angespannt,  und in meinem Mutterhirn blieb Platz, um mich gedanklich mit den auf meinem Schreibtisch wartenden Projekten auseinanderzusetzen.
Ganz oben auf der Agenda leuchtet, quasi rot angestrichen, das Schreiben einer Kurzgeschichte für die kommende Anthologie des Autorennetzwerkes mit dem einladenden Titel „Sommer und mehr“.
Auch wenn mir der Abgabetermin noch einige Wochen Galgenfrist gibt, hätte ich es gern von diesem großen Stapel bereits gestrichen. Also dachte ich nach.
Während wir mit dem Auto unterwegs waren an einem Morgen, der genauso grau begann wie der vorherige geendet hatte. Die Scheibenwischer gaben auf der verschmutzten Windschutzscheibe ihr Bestes, um mir die Sicht freizuhalten. Ich nahm die Abkürzung durch den Wald. Es reihte sich also Baum links neben Baum rechts, kilometerweit.  Dazu triste Dunkelheit, die das Scheinwerferlicht nicht nur aus Solidarität einforderte, um der einzige Lichtblick in dieser Einöde zu sein.
Vom Autodach hallte das Geräusch der aufprallenden Tropfen und innen saß die Mutter mit dem sich wiederholenden Gedanken „Sommer und mehr“.
Zu dem „mehr“ kamen mir rund  einhundert Gedanken, doch keiner von ihnen hat etwas mit „Sommer“ zu tun.

Ich versuchte es gedanklich mit einem Strandspaziergang, der bei der tristen Umgebung draußen,  eher in einem nie wiederkehrenden Gang ins Wasser für den Akteur endet. Als nächstes drängte sich der Gedanke auf, vielleicht einmal etwas Lustiges zu schreiben. Er schiebt sich fast hartnäckig immer wieder vor, bevor auch er im Sande des Strands verläuft.

Ich bin fast sicher, daß mein Seufzen nach dem Öffnen des Fensters und dem ignorieren der hereinfallenden Tropfen, die Waldbewohner weckt.
„Sommer“ im Februar, Sonne und salzige Luft in diesem Grau – es scheint, als seien auch meiner Phantasie hier Grenzen gesetzt.

Am Nachmittag zurück, versuche ich es dann doch. Der Strandspaziergang wird zu einer Weltuntergangsode über die Vergänglichkeit aller Dinge, bei einem Blick auf die kaputten Muscheln.
Nein, es war definitiv kein Tag, um die Nase in die Sonne zu halten und dem Lied der Möwen zuzuhören.

Also griff ich nach dem Stapel der korrigierten Manuskripte und lenkte mich ab. Nicht selten habe ich schon erlebt, das die Eingebung folgt, wenn man nicht mehr krampfhaft nach ihr sucht. Also ran an die acht Freunde, die in ihrem Alter das Leben noch einmal auf den Prüfstand stellen. Ich lese mich ein und prüfe die Anmerkungen aus dem Lektorat.
Ich versuche es wirklich, das Grau ist mein Zeuge, mich ernsthaft darauf zu konzentrieren und das stetige Murmeln in meinem Kopf :  „Sommer und mehr“ einfach zu ignorieren.
Und während der Tag weiter voranschreitet warte ich ungeduldig auf die Eingebung. Auf die Idee mit dem  mehr vom „Sommer“ und dem viel weniger vom großen „mehr“.

Das erste Türchen …

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Es ist soweit… der erste Dezember, das erste Türchen und der Startschuss für unsere Anthologie. 
Sie ist ab sofort erhältlich.

Da ich nur meine eigene beigesteuerte Geschichte kenne, bin ich genauso gespannt wie ihr auf die anderen Kurzgeschichten der Kollegen.

Wie bereits mehrfach erwähnt, haben wir uns alle, die  Autoren, Lektoren, Coverdesigner bis hin zu denjenigen, die die aufwendige Arbeit rund um die Veröffentlichung betreut haben, völlig honorarfrei daran beteiligt. Der Erlös der Anthologie geht zu 100% an die Stiftung „Brot und Bücher“ der Bestsellerautorin Tanja Kinkel und ihrem Mann Werner.

Ich freue mich, wenn es euch gefällt.
Alles Liebe, Nadin

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