Frühlingsboten

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Geduldig stehen sie da, während ihre Kollegen längst eingeschmolzen sind und bereits als Hasen wiedergeboren in den Supermärkten angeboten werden.

Sie sind stille Zeugen der verrinnenden Zeit: Standen sie nicht erst gestern unter dem Christbaum? Aufgeregt erwartet neben all den Geschenken, und heute drängen sich bereits die Frühlingsblüher im Garten durch die noch gefrorene Erde.

Wie schnell sind diese ersten zwei Monate des neuen Jahres verflogen. Mitten in der Fastenzeit, blicken wir zurück auf all die guten Vorsätze, die wir in der Silvesternacht fassten.

Glücklich all jene, die sich erst gar nicht auf diesen (Trauer-) Pfad begaben, um nun einzusehen, dass wir ( vielleicht nur das eine oder andere, oder noch schlimmer: Alles) mehr schlecht als recht eingehalten oder umgesetzt haben.

Doch bevor uns diese Erkenntnis in das Tal der Verzweiflung treiben kann, wenden wir uns von den Weihnachtsmännern ab und blicken hinaus in den Garten, in dem gerade erst das Leben erwacht. Vielleicht schlagen wir uns selbst auf die Schulter, wohl wissend: Nichts ist bereits für dieses Jahr verloren, wenn auch dort draußen das Leben erst jetzt beginnt. Die gesetzte Zwiebel, die Wurzel oder Saat wird keimen und uns für den Rest des Jahres blühende Aussichten bescheren.

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