Autor hin…Autor her…

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Irgendwann im Laufe des Schreibprozesses, mit der Erfahrung und der Übung kristallisieren sie sich heraus: die Spektren und Genre, die einem am besten liegen. Fast schleichen sie sich dann von selbst immer wieder ein, egal mit welcher Motivation wir einen Text beginnen.
So mag jeder Plot bei manchen in Reimform enden, während er bei einem anderen fast automatisch zu einem Kriminalfall wird. Wieder andere finden jedes noch so versteckte Türchen, um in die Dystopie, Utopie oder Sciencefiction / Fantasywelt einzutreten. Bei noch anderen wird der komödiantische Beginn regelmäßig zu einem herzzerreißenden Drama, während der nächste den unsichtbaren Schalter zur Zeitreise nutzt und aus dem Hier und Jetzt schwupsdiewups verlässlich einen historischen Roman zaubert.
Manchmal können wir diese Entwicklung während des Schreibens fast wie ein Aussenstehender mit angehaltenem Atem verfolgen und die Wendung die die ursprüngliche Geschichte nimmt unmöglich aufhalten.

Oder wollen wir sie vielmehr gar nicht aufhalten, weil jedes geschriebene Wort uns weiter in das Genre bringt, das wir als unser Steckenpferd erachten? 

Doch was ist, wenn wir damit eine Nische bedienen die so gar nicht dem zur Zeit angesagten Mainstream entspricht? Wenn der Gedanke: „wer soll denn das lesen?“ zeitgleich mit dem, die Geschichte vorantreibenden Stift über das Papier huscht.
Und wie sehr können wir tatsächlich Genre bedienen über die wir bisher schwiegen? Nicht schrieben, weil wir davon ausgingen, dass diese Tür in unserem kreativen Hirn verschlossen ist?
Oder ist es uns als Schreiberling ähnlich einem Maler, der eine Auftragsarbeit erhält, möglich uns an alle Vorgaben anzupassen und sie dann mit unserem Herzblut zu schreiben? 

Ich wage die These, dass ein jeder von uns diese Gedanken schon einmal hatte. Diese oder jene Ausschreibung aus genau diesen Genrefremden-Gründen sofort überblättert.
Doch so schön das Schreiben an sich auch ist, leben wir als „Künstler “ doch von der Anerkennung. Anerkennung die wohl oder übel ersteinmal Leser voraussetzt, die nicht zwangsläufig in einem Separee stundenlang auf uns warten. Deren Rückmeldung, Rezension oder  Weiterempfehlung unser „Beifall“ ist.
Viele werden an diesem Punkt sagen: ihnen geht es nicht um das Geld. Und doch würde sich keiner verstecken, wenn ihm plötzlich ein „Harry Potter“ aus der Feder springt oder zumindest die Kugelschreibermienen, das Druckerpapier oder die Portokosten hereinkämen.

Wie sind eure Erfahrungen?
Tastet ihr euch an „fremde“ Genre heran?
Wo sind eure Wurzeln und wie weit ragen die Äste eures Baumes in diesen scheinbar unendlichen Himmel?

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