Zwischen den Jahren …

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Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende.

Die Ranzen sind nach dem üppigen Festmahl vollgeschlagen und der Schein in den Augen nach den besinnlichen Stunden an den Festtagen hält noch ein paar Stunden an.

Manch einer von uns genießt die Urlaubstage bei dem frühlingshaften Wetter , andere müssen oder wollen gar arbeiten.
So unterschiedlich wir diese letzten Tage des Jahres auch begehen, ist ihnen allen doch eines gemeinsam : es sind die letzten Tage eines fast vergangenen Jahres 2015.

Manch einer mag auf die Vorsätze blicken, die er in der letzten Jahreswechselnacht unter dem Leuchten der Raketen beschlossen hat und ein Resume starten; beurteilen, wo er mit ihnen heute steht.
All jene, die grundsätzlich keine Vorsätze fassen, ertappen sich dennoch in diesen letzten Tagen bei ihrem ganz eigenen Jahresrückblick.
Die Höhen und Tiefen der vergangenen 12 Monate, die zurückblickend wie im Flug vergangen sind. 
Mit zunehmendem Alter stellen wir fest, dass die Jahre von Jahr zu Jahr schneller fliegen und ertappen uns bei dem Gedanken, dass wir doch gerade erst über 2014 nachgedacht haben…

Gestern abend zum Einschlafen habe ich einen Podcast gehört, in dem es um den Begriff der „Zeit“ und ihre Flüchtigkeit ging.
Und „Ja, ich gebe es zu“ : Ich bin bei der Übertragung aus einem Hörsaal eingeschlafen.
Das ist aber kein Grund zur Traurigkeit, immerhin ist dies doch die allabendliche Absicht, wenn ich mit dem Stöpsel im Ohr im Bett einem Podcast lausche…

Aber zurück zur Antike, ein bisschen was ist vor dem Einschlafen doch hängengeblieben: die Antike, die Zeit und der Moment.
Und „Kairos“, der in diesem Dreigestirn natürlich auf keinen Fall fehlen darf.
Kairos, der Gott der günstigen Gelegengeit, also des richtigen Moments, das Pendant zu Chronos,  dem Gott der Zeit.

Dargestellt wird der Jüngling mit Flügeln an den Füßen,  um uns zu zeigen, wie flüchtig so ein Augenblick ist.
Sein Kopf ist kahl im Nacken während ein voller Haarschopf die Stirn bedeckt.
Wer von uns kennt ihn nicht, diesen Ausspruch : „Die Gelegenheit beim Schopfe packen“…und wie oft haben wir versucht ihn zu greifen und statt der Locke die kahle Stelle am Kopf erwischt, die unbarmherzig vor der Vergänglichkeit eines Augenblicks warnt …

Am Ende eines Jahres mögen wir uns daher häufig über Vergangenes Gedanken machen.
Ist es doch wahrlich so, dass sich meistens erst in der Reflektion über Vergangenes zeigt, ob wir in der einen oder anderen Situation den richtigen Moment erwischt haben oder DEN Augenblick tatenlos vorbeiziehen ließen.
Dann kommt er vielleicht dieser „wenn -dann-hätte….“ Gedanke, der ebenso nervenaufreibend wie unnötig und müßig ist.
Lernen wir doch von kleinauf zu verstehen, dass kein Mensch die Uhr je zurückdrehen kann…auch wenn es der eine oder andere hin und wieder versucht.
Selbst Kairos warnte in einem Gedicht von Poseidippos : “ Wenn ich einmal weggeflogen bin, wird mich keiner von Hinten ergreifen, so sehr er sich auch bemüht!“

Ich selbst Blicke auf ein aufregendes Jahr 2015 zurück, in dem Kairos mir und meiner Familie wohlgesonnen erschien. Ich möchte mich bei euch allen bedanken, die mir halfen, den einen oder anderen Augenblick rechtzeitig zu sehen.

Ich wünsche uns und euch allen von Herzen für 2016 die notwendige innere Ruhe und Aufmerksamkeit, um den richtigen Moment, den günstigen Augenblick zu sehen und das kleine Quentchen Glück, das es manchmal braucht, um ihn auch wirklich zu ergreifen.

Alles Liebe und Gute für das Jahr 2016, Eure Nadin

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Merry Xmas ….

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Ich wünsche euch allen von Herzen einen wundervollen Heiligabend und gemütliche sowie besinnliche Weihnachtsfeiertage. Möge der eine oder andere eurer Wünsche in Erfüllung gehen und die Menschen die ihr liebt um euch sein.
Frohe Weihnachten!
Eure Nadin

Gestört aber geil…

Das ist ja krank!“
„Na das hoffe ich doch sehr!“

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Ich höre sie schon die Kommentare zu meinem neuen Projekt.

Mir kommt der Post eines anderen Autors in den Sinn, der in einem Forum von einer Rezension über sein Buch berichtet hat, in dem ihm „kranke Gedanken“ vorgeworfen werden.
Mehr als einmal beim Schreiben der neuen Szenen für mein Manuskript lache ich manchmal selbst laut bei den irren Wendungen, die, die Sätze oder Situationen auf dem Blatt nehmen.
Es ist toll, macht herrlich Spaß  sich an keine Konventionen zu halten und der Phantasie einmal freien Lauf zu lassen.

„Gestört aber geil“, der Name der Musikgruppe, als Synonym, als  hohes Ziel für dieses neu begonnene Manuskript.
Gäbe es kein schöneres Kompliment als diese drei Worte und sind sie ein Antrieb, eine Motivation und ein Wind, der die „kranken Gedanken “ weiter fliegen lässt.

Während sich mein beendetes Romanmanuskript im Lektorat und bei bei Testlesern befindet, nutze ich die Zeit und schreibe ohne Plot einmal drauf los. Selbst gespannt, wie sich das später bündeln lässt, zusammen Gehörendes zusammen findet… und vielleicht einmal so etwas ganz Anderes als das bisher Geschriebene wird 😉

Ein schönes viertes Adventswochenende wünsche ich euch. Viele Grüße eure Nadin

Wenn Weihnachten naht …

Wenn Weihnachten naht Wenn Weihnachten naht, erwachen neben der Vorfreude auch die, das ganze Jahr gut verborgenen sentimentalen Gefühle. Wenn wir bei der Merci-Werbung im Fernsehen plötzlich Tränen in den Augen haben oder unbemerkt auf den Coca-Cola Truck auf seiner Reise durch die verschneite Winterlandschaft aufspringen. Uns dann treiben lassen, hin zu Rudolph dem Rentier […]

Eine Geschichte zum Dank…

Erst gestern wieder habe ich jemanden getroffen, der sich ehrenamtlich engagiert.
Diese Engel in allen Farben, Bereichen und unterschiedlichen Projekten, die uns und andere unterstützen und nur deshalb ehrenamtlich arbeiten,  weil ihr unermüdlicher Einsatz schlichtweg unbezahlbar ist.
Als kleiner Dank für euch heute einmal eine  kleine Geschichte:

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Stille Nacht

Sami saß in dem gelblackierten Auto. Ohne es zu sehen, wusste er, dass die leuchtende Taxianzeige auf seinem Dach fast das einzige Licht in dieser kleinen Straße war,
Er saß im Dunkeln. Mit dem ausgeschalteten Motor war Ruhe im Innenraum eingekehrt und auch das Schaukeln der roten Weihnachtsbaumkugel am Rückspiegel hatte längst aufgehört.
Während die neu fallenden Schneemassen seine Frontscheibe bedeckten und ihm das Gefühl vermittelten, in einem Iglu irgendwo am Rande der Welt allein zu sitzen, hörte er den Schlag der Kirchturmglocken einige Straßen weiter. Sie läuteten pünktlich zur Dunkelheit den kommenden Heiligabend ein.

Sami zuckte erschrocken zusammen, als hinter ihm die Autotür aufgerissen wurde und sich ein großgewachsener Mann in den Sitz fallen ließ.
Mit ihm stiegen zahllose dicke Schneeflocken ein, die in der Restwärme der Anfahrt sofort schmolzen und sich in kleinen Tropfen im Haar und auf dem dunklen Mantel des Fremden verteilten.
Fahrig wischte er die Nässe aus den aufspringenden Locken.
Sami startete den Motor mit einem fragenden Blick nach dem Zielort in den Rückspiegel.
„Es ist mein erstes Weihnachten“, er sprach leiser. „Allein.“
Der Mann antwortete ihm. Ohne Zielangabe, dafür mit dem Grund und dem Namen seines Abfahrtortes: Einsamkeit.
Sami hatte sie heute während seiner langen Schicht alle gefahren: Die vorfreudig Aufgeregten auf ihrem Weg zu den wartenden Freunden und Familien, die Weihnachtsflüchtlinge, die nur weg aus diesem Weihnachtstumult wollten und diejenigen, die noch auf den letzten Drücker etwas zu besorgen versuchten.

Sami lenkte den Wagen auf die Straße und schaltete das Tachometer aus.
„Es ist meine letzte Fahrt heute Abend“, antwortete er auf den wortlos nachfragenden Blick des Fahrgastes. `Und meine längste ohnehin´, setzte er schweigend in Gedanken hinzu.
„Was mache sie dann? Gehen sie nach Hause zu ihrer Familie?“
„Ich sehe sie dieses Jahr zu Weihnachten nicht.“ Sami schluckte. „So wie auch letztes Jahr nicht und das Jahr davor. Ich hoffe, sie sind nächstes Jahr bei mir.“

Der Nachfragende schwieg bei dieser Antwort. Wortlos. Fast erschrocken.
Sie waren zwei Einsame. Fremde, einander unbekannte Männer, die an diesem Heiligen Abend so viel mehr verband, als manch andere, die sich seit Jahren gut kannten.
Schweigend fuhren sie durch die schneebedeckten, um diese Uhrzeit fast menschenleeren Straßen, quer durch die Stadt.

Sami hatte ihn gesehen, den Fremden beim Einsteigen.
Die wohlausgesuchte Kleidung für diesen Festtag und seine Entschlossenheit, diesen Festtag nicht allein zu verbringen, auch wenn er noch kein Fahrtziel hatte.

„Wo sind wir?“
Irritiert beugte sich der Fremde nach vorne, als Sami später das Taxi vor einem weihnachtlich geschmückten, hellerleuchteten Gebäude zum Stehen brachte.
„Kommen Sie.“
Ohne weitere Erklärung stieg Sami aus und öffnete dem Fahrgast von außen die Tür.
„Ich komme seit zwei Jahren am Heiligabend hierher. Es ist wunderbar. Kommen Sie kurz mit herein.“
Der warme Duft von Kerzen, Glühwein und Selbstgebackenem umfing die beiden Männer, als sie in das Gemeindehaus eintraten.
Der kleine Raum war gefüllt mit einander fremden Menschen, die die Neuankömmlinge herzlich wie lange nicht gesehene Familienmitglieder begrüßten.

Eine Frau half den Beiden aus den Mänteln, während eine andere ihnen einen Becher warmen Gewürzwein reichte.

Der fremde Mann lächelte. Vielleicht das erste Mal seit Wochen, wie Sami leise dachte, als er die Weihnachtslieder leise aus der Ecke neben dem herrlich geschmückten Christbaum wahrnahm.

Sie sahen sich um in dem liebevoll dekorierten Raum, und der Blick des Mannes blieb an der großen eingedeckten Tafel hängen.
Er war nicht mehr allein. Genauso wenig wie all die anderen hier, die ihm, obwohl fremd, allesamt so vertraut erschienen.
Vertraut, vereint an diesem Heiligen Abend, in dieser Runde von Menschen, die ihre Ängste, Schmerzen oder Sorgen für ein paar Stunden verdrängte.
Gemeinsam hoffend, wartend auf das Wunder der Heiligen Nacht, das für sie alle gemeinsam und doch für jeden einzelnen von ihnen, etwas ganz persönliches Besonderes bereithalten möge

Eine wunderbare Vorweihnachtszeit wünsche ich euch allen,
Viele Grüße Nadin

Happy nikolaus …

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Nikolaustag.
Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist…oder sich einfach mal mit kleinen weihnachtlichen Geschichten bei jemandem oder sich selbst 😉 bedanken möchte, dem möchte ich meinen Kurzgeschichtenband: „zauberhaft und weihnachtsweise“ empfehlen.
Mal besinnlich,  gemütlich, mal heiter oder nachdenklich stimmende Geschichten denen allesamt
gemeinsam ist, dass sie in dieser zauberhaften Weihnachtszeit spielen.  Lasst euch berieseln….und einen wunderbaren 2. Advent, liebe Grüße eure Nadin

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