Sprachlos …

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Was kann furchtbarer sein, als an diesem Novembermorgen mit noch müden Augen als erstes die neuesten Nachrichten zu googeln, um entsetzt die neuesten Ticker über die, gestern Abend  Paris erschütternde Anschlagserie, nachzulesen.

Mit Entsetzen, einem beklemmenden Gefühl in der Brust lese ich die Newsticker der vergangenen Nacht.
Ein Horroszenario, ein Albtraum über die ureigene menschliche Angst, von einer Stadt, die als Heim, als Zufluchtsort  erbaut wurde und  nun nicht mehr sicher zu sein scheint.

Nicht mehr sicher zu sein bei einem Cafebesuch am Freitagabend, nach einer langen entbehrungsreichen Arbeitswoche. Nicht mehr sicher zu sein, um das Wochenende auf einem langersehnten Konzertbesuch einläuten zu können. Auf einem Konzert,  für das die Karten vielleicht schon einige Zeit in der Schublade liegen, auf das sie sich freuen, weil dort am Einlass vielleicht jemand auf sie wartet, mit dem sie das erste Mal einen gemeinsamen Abend verbringen.
Wir denken an all die Menschen, die an diesem Freitagabend vielleicht Stunden vorher die Haare im Bad oder den Sitz der Kleidung im Spiegel überprüft haben, ehe sie die U-Bahn mit einem Lächeln auf den Lippen, Richtung Innenstadt bestiegen haben. Bestiegen, hin zu einem Ziel : dem Treffen mit Freunden, dem Fussballspiel, der Entspannung, Sorglosigkeit, Freude oder anders gesagt: eben einfach dem „Leben“.

Unmöglich zu begreifen, zu erfassen was dann geschieht, wenn in Paris, der Stadt der Liebe, nach neuesten Meldungen zeitgleich an sechs verschiedenen Orten Chaos, Terror und Schmerz ausbricht.
Ein Schreckensszenario gestern Abend und die Fassungslosigkeit hält an, während ich heute Morgen die neuesten Schlagzeilen verfolge.
Ein Grauen, ein Horror, unendliches Leid und meine, unsere Gedanken wandern.

Wandern hin zu den Menschen mit so vielen Wünschen der Kraft. Einer Umarmung für ihren Verlust und den unmenschlichen  Schmerz.
Ein Wunsch der Kraft schenken soll für diese dunklen Stunden, mit der großen und wachsenden Gewissheit, sie sind mit ihrem Entsetzen und ihrer Trauer nicht allein.

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