Die junge Frau rennt um ihr Leben und die Alten sitzen sich die Hintern platt…

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„Haste nich eijentlich langsam ne …na wie heisst dit….Sehnenscheib/denentzündung?“
„Warum?“
„Den janzen Tach kritzelst du irjendwat  rum!“
Lachen.
„Ick könnt den Stift jar nich so lange halten…“
„Da gewöhnt man sich mit der Zeit dran.“
„Wat schreibst’n jetz grad?“
„Viel zu viel aufeinmal…“
„Dit seh ick…“
„Nein, ich meine, dass ich zuviele  Projekte aufeinmal laufen habe…“
„Wat is’n nun mit den zynischen Alten?“
„Die sitzen immer noch im Hof und warten darauf, dass ich ihre Geschichte weiterschreibe.  Und ihnen endlich sage, was sie als nächstes tun sollen.“
„Da sitzen se sich aber schon über ’ne Woche ihre Hintern platt!“
„Ich weiß! “
Ein Seufzen.
„Ich bin abgeschwiffen und hab was Spannendes nebenher angefangen.“
„Ach, dit mit der jungen Frau wat de mir vorjestern vorjelesen hast? “
Ein Nicken.
„Dit  musste weiterschreiben. Uh…war dit spannend. Ick hatte richtich ne Broilerkutte!“
Lachen.
„Mach dit  weita….ick will och hören wie’s bei ihr weiterjeht!“
Ein Seufzen.
„Ja…aber die Geschichte mit den Ü-60 Jährigen und den Todsünden will ich erst noch fertig machen!“
„Und jetzte  schreibste grad, damit die Alten endlich von ihrem Stuhl uffstehen  können?“
„Nein, eine Kurzgeschichte für die Anthologie des Autorennetzwerkes…“
„Also nix für die Alten und nix Spannendes für mich?!“
„Nein, hab doch gesagt…hab irgendwie gerade verschiedene Baustellen…“
„Dit  würde mich heillos überfordern! “
Ein fragender Blick.
„Da musste ja uffpassen,  dass de die Jeschichten im Kopp alle trennst.  Nich das nachher der jelangweilte Alte die junge Frau aus deinem Krimi trifft…“
„Nein, das wird ganz sicher nicht passieren. Wenn ich die Kladden aufschlage, weiß ich in welcher Geschichte ich bin.“
„Und jebloggt haste jestern och jar nichts!“
„Ich weiß, ich hinke dem Zeitplan irgendwie hinterher…“
„Ach apropos Baustelle: da unten wo mal dit Bad war is jetz ’n Loch! “
Ein Lachen. Ein versprechendes Nicken.
„Ich lasse jetzt die Alten aufstehen, die junge Frau noch schneller rennen…und die Korrektur für die Kurzgeschichte ist auch schon fast fertig…“
„Und wenn die dann alle da sind wo du sie haben willst –  fänd ick‘ s super…wenn wir am Wochenende ne neue Dusche für mich uff stellen können!“

😉

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„Des müsste mer ma…“

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…mache!“

Mein Mann hat jetzt eine Woche Urlaub. Eine Woche Urlaub zuhause. Also ohne Wegfahren, neue Eindrücke, eine andere Umgebung oder dem sowieso des wenigen Platzes geschuldeten Chaos im Wohnwagen – oder sonst irgendwelcher mildernden  Umstände.
Urlaub DES Mannes zuhause bringen neben der Freude die uns alle vier dabei umgibt, nicht selten vorher ungeahnte Projekte für Mama mit sich. Der unausgelastete Geist des Homo Mannes  findet mit wachen Äuglein Winkel und Ecken die zuvor im Alltag geflissentlich und großzügig  übersehen werden.
So nun auch gestern.
„Die Dusche unten müsstest du dir auch nochmal anschauen, vielleicht können wir da mal was machen…“
Mit „schauen „meint es „tun“; mit „wir“ meint es „du“ und mit „mal“ eigentlich „lieber gestern als morgen“.
Da er selbst mit Vereinsarbeiten, dem Ausnehmen von Fischen, dem kontrollierten Frittieren und dem Verein erlöseinbringenden Verkauf beschäftigt ist, bin ich an diesem Montagmorgen in dem Fall eins mit „wir“ und „es“. Zwei kranke Kinder daheim,  der noch gefüllte Wohnwagen vom Wochenende verweigert die Ausräumung mit der verschlossenen Tür. Auch der Laptop ist noch sicher darin verwahrt, so dass auch Korrektur schreiben am neuen Projekt ausfällt. Das Haus ist soweit aufgeräumt, die beiden Kranken liegen gut gebettet, versorgt und entspannt vor einem Genesungsfilm.
Also mache ich mich motiviert und gut bepackt mit allerlei Putzmitteln, allen im Haus  auffindbaren  chemischen Keulen und einer ausreichenden Menge Einweghandschuhe nach unten ins Gästebad.

Der Stein des Anstoßes steht im unteren Bad. Wie ein Fels in der Brandung in dem Haus, das wir vor zehn Jahren gekauft haben. Baujahr 1978 und böse Zungen mögen behaupten  die Duschkabine aus dem geriffelten  Plastikglasverschnitt mit den 6 Schiebeelementen stünde bereits seit dem ersten Tag darin.
Ein prüfender  Blick von außen, ein folgendender von innen mit sofort nassen Socken, da die Duschwanne von der morgendlichen Hygiene des Fischfrittiermeisters noch nicht getrocknet ist.
Ein kritischer Blick in den Korb mit Putzmitteln –  für jeden Anlaß gerüstet.

Bereits während des großzügigen Einsprühens  wird mir klar, dass ich die Schiebevorrichtung mit all den kleinen Winkeln und Furchen  selbst mit der ausgedienten Kinderzahnbürste in meiner Hand keineswegs überall erreiche.

Und dann kommt ER. Der mir eigene, typische kurze aber heftige Geistesblitz. Eine Idee, die ich grundsätzlich und mit voller Absicht nie zu Ende reifen lasse. Würde sie doch bei dem wohlwissenden  Gedanken an die bevorstehende Arbeit in der zur Verfügung stehenden Zeit, mit Sicherheit abgelehnt werden.

Die Zahnbürste  und der Lappen landen im Korb neben den weißen, grünen und pinken Putzmitteln.  Ich laufe in den Keller.
Spachtel,  Beitel und  Werkzeugkoffer sind schnell gefunden.

37 Minuten später ist die Duschkabine abmontiert und steht verwaist wartend  auf den am kommenden Freitag angemeldeten Sperrmüll ersteinmal im Flur. Einmal in Fahrt ist nichts mehr vor mir sicher, was nicht auf ewig  dauerhaft dem Haus verbunden und schon mindestens zehn Jahre alt ist. Die uralten,  heute schon wieder in irgendeiner shabby oder retro Kategorie gehandelten Seifenhalter weichen, wie auch der braune Holzunterschrank unter dem Waschbecken. In dessen Schubladen finde ich noch Lockenwickler gefunden, die ich mit einem Blick in den Spiegel und dem betrachten der kurzen Haare keinem Erwerbsjahrgang  zuordnen kann. Ein ungläubiges Kopfschütteln ehe auch der Spiegel weicht.
Ein Blick in das leere Bad. Abgesehen von der Duschwanne, dem nackten Waschbecken und dem WC ist hier nichts mehr retro mäßig zu finden. Die Gardinenstange liegt auch schon im Flur als ich mit einem weiteren kritischen Blick in die Ecke bemerke, dass sich die alte Strukturtapete dort hinten von der Wand löst. Ein beherztes Testziehen, ein Reißen, ein Rascheln. Der fast einen halben Meter lange Streifen liegt zu meinen Füßen.
Also geschwind rauf auf den geschlossenen Toilettendeckel entferne ich nun kurzerhand die Tapete im Badezimmer. 
Dazwischen alle 17 Minuten ein Rennen nach oben. Ein „Mama!“: mal trinken, mal essen, mal juckt es am Rücken. Mal „kaka“, mal pipi und dann wieder „is schon gut“. Gern diese mütterlichen Pflichten erfüllt ist Punkt dreizehnhundert das Bad unten nackt.

Ich schaue mich um in dem kleinen, jetzt fürchterlich hallenden Raum und schrecke zusammen als mein Telefon klingelt.
Der Mann, der stolz verkündet, dass er schon „ein bisschen eher kommt“.
Ein Blick in die Leere. Ich hab ein kleines  bisschen Angst,  Asyl bei der Freundin ist schon beantragt.

Ich sags ihm noch nicht.

Auf die Frage was ich tu, bleib ich gelassen „hab ein bisschen Ordnung gemacht“

Bin ich mit doch sicher,  dass er das mit dem „man könnte“ , „mal“ , „entkeimen“ anders gemeint hat… daher warte ich bis er entspannt bei einem Kaffee hier ist und um die weiteren Projektschritte mit ihm zu besprechen   …   😉

…. to be continued

Coming soon….

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Die Entscheidung über das  Cover der Anthologie des Autoren – Netzwerkes  ist gefallen. Ich freue mich sehr ein Teil davon zu sein. Meine Kurzgeschichte steht, ein paar kleine Korrekturen noch hier und da… Verfolgt gespannt wie wir mit dem Projekt voranschreiten.
Nähere Infos über erhaltet ihr auch auf unserer Homepage : http://www.autoren-im-netzwerk.de/.
Ich wünsche uns alles gutes Gelingen für dieses Projekt…. to be continued. …

Da ist einfach die Luft raus …

…bei diesen Temperaturen.

Es ist einer dieser Tage an denen der schwitzende Kopf mit dem Körper eins zu werden droht. Sich Männlein und Weiblein jedweden Alters fühlen, als steckten sie mittendrin im Klimaterium. Meint man doch, dass mit all den fließenden unangenehmen Schweißperlen auch ein Stück der körpergebenden Marterie ihren angestammten Platz verläßt.

Jetzt um knapp 17.42 Uhr schaue ich dankbar den am Himmel aufziehenden Wolken entgegen. Erscheinen sie doch als Retter in der Not. Meine letzte Rettung, um mich nicht gänzlich aufzulösen und in ein bis zwei Stunden nur noch ein 42 Zentimeter hoher nasser Haufen zu sein.

Die Tinte auf dem Block trocknet aus Verzweiflung auch gar nicht mehr. Der feuchte, über das Blatt gleitende Handrücken hinterläßt, gepaart mit der schwarzen Tinte unansehnliche Flecken auf dem Papier. Ein Seufzen, ein Fluchen, ein säuberndes Wischen macht alles nur noch schlimmer an diesem schier nicht aushaltbaren Sommertag.

Der Kreislauf schwächelt. Hin und wieder geraten wir in Versuchung einfach umzufallen. Lediglich die zahllosen Wespen an diesem Tag halten unseren Geist und Körper auf Trab. Sie fordern mit ihrem Summen, ihrem kamikazegleichen Flug direkt auf uns unsere volle Aufmerksamkeit. Allzeit bereit hektisch und laut kreischend aufzuspringen, ignorieren wir die anderen körperlichen Ausfallerscheinungen.

Die Sonne scheint noch immer unnachgiebig. Die vorbeigezogene Wolke war auf jeden Fall viel zu klein. Die zarten Tropfen auf der Stirn rinnen unaufhaltsam tiefer bis sie sich mit einem unangenehmen Brennen in den Augen und ihrer schützenden Höhle sammeln.

Der Block liegt angefangen, leer auf dem Tisch. Unmöglich bei den knapp 40 Grad Celsius auch nur einen geeigneten und sinnvollen Gedanken zu fassen.  Entschieden werden neue Ideen aus Mangel an klaren, formulierbaren Sätzen beiseite geschoben. Ist doch das einzige, was grammatikalisch und stilistisch richtig aus unserem Kopf und den Mündern dringt: „HEIß!“

Also hole ich eine angefangene Kurzgeschichte für die kommende Anthologie des Netzwerkes heraus. Für Korrekturen, meine ich, sollte das schmelzende Hirn unter dem Haar doch noch reichen.

Weit gefehlt! Selbst die bereits geschriebenen Worte bleiben nicht hängen. Hängen in dem Kopf, aus dem sie selbst einmal kamen. Sie wirken falsch, bald zusammenhanglos. Auch die Druckertinte scheint sich, nach kurzer Zeit auf dem Gartentisch, auf dem umweltschonenden Papier wieder zu verflüssigen.

Wieder eine Wespe – die 124. in dieser Stunde. Nach dem erneuten Aufspringen, lasse ich den Tintenfüller bei diesen deprimierenden Aussichten zu.

Der nächste Blog folgt wieder in den frühen Morgenstunden, idealerweise bevor die Sonne aufgeht. So wird das hier heute auf jeden Fall nichts.

Ich wünsche euch heute an diesem unsagbar heißen Mittwoch eine erfrischende, kühle Brise für Körper und Geist. Eine Bademöglichkeit gleich in der Nähe und ein prickelndes, kühlendes Getränk nur eine Handlänge von euch entfernt!

Fühlt euch gegrüßt, eure Nadin

Daumen drücken könnte helfen…☺

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AUSSCHREIBUNG 2015

244 EINSENDUNGEN EINGEGANGEN

Quelle: Stadt Oldenburg

Die Einsendefrist zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2015 ist seit dem 15. Juni abgelaufen. Insgesamt 244 Einsendungen gingen bei der Stadtbibliothek Oldenburg ein.

Wer mag drückt mir dir Daumen.  Ich tue es für die Mitstreiter  hier aus dem Netzwerk auch gern. Bin schon froh, dass ich mein erstes Werk pünktlich zum Termin geschafft habe ;)☺