Vom Schreiben schreiben – Part 2

„Wat machst´n du da?“                         –         „Schreiben.“
„An wen denn?“                                        –         „An Niemanden.“
Ein fragender Blick.                               –         „Ein Buch.“
„Mit de Hand?“                                         –         „Ja.“
„Warum nich am PC?“                          –         „Mache ich dann für die zweite Fassung.“
„Tippste dann allet nochmal?“         –        „Ich muss doch sowieso nach  dem                      ersten Erguss das ein oder andere noch schieben.“

„Aha.“                                                                            – „Mist, jetzt ist sie alle!“
„Wer denn?“                                                             – „Die Patrone!“
„Vom Drucka?“                                                        – „Nein, vom Füller?“
„Du schreibst noch mit Fülla?“                      – „Ja.“
„Feder und Kiel war wohl grad aus, wa?“– Ein Seufzen.
Ein Lachen.                                                               – „Das tut an den Fingern nicht so weh, wie Kulli mit der Zeit, bei ein paar tausend Wörtern am Tag.“

„Tausend Wörta?!“                                                – Ein Nicken.
„So viel sprech ick manchmal am janzen Tach nich zusammen!“ – „Ich weiß, aber heute hast du deinen Unterhaltungstag, oder?“
„Wie viel Wörter brauchste denn so?“         – „ 80 bis 100…“
„Und dann schreibste 1000 am Tach? Wird dit ne serie?“– „80 bis 100 TAUSEND!“

Ein Gurgeln.                                                                       – Ein Schreiben.
„Ach herje, dit dauert“                                                 – „Ja.“
„Dafür brauch man wohl janz schön Jeduld?“– „Ja“
„Und Ruhe, wa?“                                                              – „Ja.“
„Und wo findest de die?“                                              – „Überall dort, wo du grad nicht bist und mich löcherst.“

Ein Lachen.                                                                                               – „Eigentlich hier.“
„Aber jetz grad nich, wa?“                                                                – „Nein.“
„Soll ick dir helfen? Ick hab och viel Phantasie!“                – „Klar, mach dir doch mal ein paar Gedanken und schreib sie auf.“
„Uffschreiben? Ne, dit is nich so meins. Ick erzähls dir!“ – Sein Seufzen. „Aber ich kann kein Steno!“

Ein Nachdenken.                                              – „Dann sprich es doch hier drauf!“
„Wat n dit?“                                                          – „Ein Diktiergerät!“
„Is da noch ne Kasette drin?“                    – „Ja.“
„Cool!“                                                                    – „Aber nicht aufmachen. Die hängt ein bisschen, sonst gibt’s Bandsalat!“
„Ja, ja schon jut! Nur uff´ n roten Knopp und dann sprechen, wa?“                  – „Ja.“
„Okay! Mach ick“ . Ein Klicken.                         – „Nein, nicht hier! Es muss absolut ruhig sein. Die Uhr da hinten tickt  so laut. Das nervt nachher beim Abspielen!“

„So sensibel is dit?“                                                – „Jaaa!“
„Jut, dann nehm ick s mit ins Zimma!“        – „Super.“
„Wie viel Worte brauchst n noch?“              – „50 etwa?“
„Nur?“                                                                            – „50 – TAUSEND“

Ein Schweigen.                                                         –  Ein Schreiben.

„Okay, da brauch ick ´n bissel für!“                  – „Nimm dir ruhig Zeit!“

„Und nich stören!“                                                         – „Mach ich, versprochen!“
„Also ick komm dann wieda, wenn ick sie zusammen hab!“ – „Super! Und ach, vielen, vielen Dank für deine Hilfe!“

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nadusonne

Ich bin Nachwuchsautorin und verheiratete Mutter von drei Kindern. Auf meinem Blog könnt ihr meine Schritte von der Idee zum Buch, während das Leben unentwegt dazwischenfunkt, begleiten. Ich schreibe auch Kurzgeschichten und Kolumnen. Pünktlich zum Jahresende habe ich es geschafft und neben den Kurzgeschichten zur Weihnachtszeit: "zauberhaft und weihnachtsweise" auch meine beiden anderen Kleinode "vom Schreiben schreiben" und "das Leben leben" bei Amazon zu platzieren. Die entsprechenden links findet ihr in der Seite "Veröffentlichung". Ich freue mich, wenn es euch gefällt und wpnsche euch weiterhin njr das Allerbeste! Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen das Manuskript eines Romans fertig zu bearbeiten und einen begonnenen Roman zu schreiben.... Ich bin Mitglied im Autorennetzwerk auf Facebook und freue mich sehr an der Anthologie für einen guten Zweck mit einer Kurzgeschichte beteiligt zu sein.

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